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Taufen und Kommunionen

Zweisprachige Taufeinladungen: zwei Sprachen, ein Baby

Was du übersetzt und was nicht, wenn die Taufeinladung in zwei Sprachen geht. Wie du Texte und Szenen aufteilst, damit niemand den Ritus verpasst.

Send The Joy · 4. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Hände halten ein Smartphone mit einer Taufeinladung über einem Marmortisch, daneben eine Gästeliste mit zwei Farben.
Was du übersetzt und was nicht, wenn die Taufeinladung in zwei Sprachen geht. Wie du Texte und Szenen aufteilst, damit niemand den Ritus verpasst.

Auf dem Küchentisch liegt eine Gästeliste. Hinter jedem Namen steht ein Buchstabe: D für Deutsch, E für Englisch, I für Italienisch. Bei den meisten Namen stehen zwei Buchstaben, bei drei Namen nur einer. Genau diese drei sitzen später in der Kirche, hören zu und verstehen die Hälfte. Auffallen tut das meistens erst, wenn der Einladungstext längst fertig ist.

Zweisprachige Taufeinladungen sind kein Übersetzungsprojekt. Es geht um Verteilung: Was gehört in beide Sprachen, was bleibt einsprachig, und was wird gar nicht übersetzt? Die Antwort ist unspektakulär — und erspart den Moment, in dem vor dem Taufbecken leise geflüstert wird, weil niemand den zweiten Teil verstanden hat.

Zweisprachige Taufeinladungen: erst die Liste, dann das Design

Bevor du einen Entwurf öffnest, kommt die Liste. Schreib hinter jeden Namen die Sprache, in der diese Person liest — nicht die, in der sie spricht. Das ist oft nicht dasselbe: Dein Cousin redet fließend Deutsch und liest trotzdem lieber Englisch. Eine Spalte neben dem Namen reicht völlig.

  • Sprache pro Gast aufschreiben: gelesen, nicht gesprochen. Wer fließend spricht, liest in seiner ersten Sprache trotzdem schneller.
  • Zähl die Gäste, die nur eine Sprache lesen. Sind es die drei älteren Tanten, darf die Einladung nicht davon abhängen, dass jemand übersetzt.
  • Bleib auf dem Titel bei zwei Sprachen. Eine dritte macht aus dem Titel einen Absatz, und ab da liest kaum noch jemand.
  • Leg fest, welche Sprache führt: die der Zeremonie. Die zweite läuft kleiner darunter mit, nicht gleichberechtigt daneben.

Feste Daten stehen in beiden Sprachen

Datum, Uhrzeit und Ort gehören in beide Sprachen, und zwar in dieselbe Szene, eine Zeile unter der anderen: „12. Oktober, 12:30 Uhr · 12 October, 12:30 · Pfarrkirche St. Marien“. So springt niemand zwischen zwei Versionen hin und her, um herauszufinden, wann es losgeht.

Der Name des Kindes und der Paten wird nicht übersetzt. Emilia bleibt Emilia, und der Nachname ändert seine Reihenfolge nicht — auch dann nicht, wenn er in der anderen Sprache anders ausgesprochen wird. Läuft die Zeremonie auf Deutsch und das Essen auf Englisch, steht auch das in der Einladung. Dann weiß jeder, wann er zuhören und wann er einfach mitreden kann.

Hände halten ein Smartphone mit einer Taufeinladung über einem Marmortisch, daneben eine Gästeliste mit zwei Farben.
Was du übersetzt und was nicht, wenn die Taufeinladung in zwei Sprachen geht. Wie du Texte und Szenen aufteilst, damit niemand den Ritus verpasst.

Übersetzt werden Sätze. Namen werden nicht übersetzt.

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Der schöne Satz wird einmal übersetzt, nicht zweimal

Einen Satz, der wirklich zählt — die Widmung der Großmutter, der Spruch der Patin — setzt du in der Sprache, in der er klingt. Die Übersetzung steht direkt darunter, kleiner gesetzt. Zwei lange Absätze nebeneinander konkurrieren auf dem Titel; zwei kurze Zeilen liest man auf dem Handy in einem Blick.

Ein Faden durch die Zeremonie, eine Bestätigung für alle

Die Szenen behalten in beiden Sprachen dieselbe Reihenfolge: Schwelle, Taufbecken, Paten, Feier. Bilder und Texte verteilst du auf die Szenen, statt alles auf dem Titel zu stapeln. Welcher Text in welcher Sprache erscheint, stellst du pro Sprache ein. Die Zusagen kommen in der Einladung an, in einer sortierten Liste — niemand muss Antworten per WhatsApp zusammensuchen. Und wenn sich Uhrzeit oder Ort ändert, bearbeitest du die Einladung: Der Link bleibt derselbe, alle sehen die neue Version. Probier es kostenlos im Testmodus aus und veröffentliche heute den Link für beide Seiten der Familie.

Geschrieben von

Send The Joy

Equipo editorial

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