Taufen und Kommunionen
Taufeinladungen: So fragst du die Paten richtig
Die Paten auszusuchen ist leicht. Ihnen die Frage zu stellen, ohne sie per WhatsApp zu überfallen, ist der schwierige Teil. Wann ihr fragt und was in die Einladung gehört.
Send The Joy · 5. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Freitagabend, kurz nach neun. Der Termin mit der Gemeinde steht, die Gästeliste ist halb fertig, und deine Schwägerin weiß seit dem Supermarkt Bescheid. Nur Marie und Jonas nicht – die beiden, die euer Kind über das Taufbecken halten sollen, hören es beiläufig am Kita-Tor. So eine Nachricht bleibt hängen, und die Taufeinladung liegt noch unverschickt im Entwurf.
Dabei ist die Frage selbst harmlos. Sie braucht nur den Moment, in dem beide wirklich antworten können, und danach eine Einladung, in der alles steht, was sie wissen müssen. Kein Vielleicht, kein Nachfragen, kein Weiterleiten.
Taufeinladungen an die Paten: erst fragen, dann schicken
Taufpaten sind kein Programmpunkt. Wer das Kind hält, erfährt es als Erste oder Erster, nicht als Letzte. Fragt persönlich oder greift zum Telefon. Wohnt ihr weit auseinander, macht eine Videokonferenz daraus und nennt gleich Datum, Uhrzeit und Kirche. WhatsApp ist für die Absprache danach da, nicht für die Frage. Den Link schickt ihr erst, wenn das Ja da ist.
- Ruft an oder geht hin, bevor ihr irgendeinen Link verschickt.
- Wartet auf eine ehrliche Antwort: Passt der Sonntag, seid ihr an dem Tag überhaupt da?
- Nennt am Telefon Datum, Uhrzeit und die Kirche, damit niemand raten muss.
- Schickt den Einladungslink erst nach dem Ja, mit einer kurzen Zeile statt einer Textwand.
Die Einladung bestätigt das Ja, sie ersetzt es nicht
In der Einladung stehen ihre Namen ausgeschrieben neben dem des Kindes: „Marie und Jonas, Paten von Lina“ – nicht „unsere Paten“. Dazu Datum, Uhrzeit, Kirche und Restaurant. Wenn danach gegessen wird, soll das aus der Einladung hervorgehen, ohne dass jemand nachfragt. Ein kurzer Satz Dank genügt: „Schön, dass ihr diesen Tag mit uns verbringt.“
Der Zeitpunkt: fragt zuerst, verschickt die Einladung direkt nach dem Ja – auch wenn das Menü noch nicht steht. Der Termin reicht als Anker. Uhrzeit, Lokal oder ein Satz lassen sich später ändern, der Link bleibt derselbe. Eine Zeile per WhatsApp mit dem Link – „Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid, hier stehen alle Details“ – spart das Abtippen von Adressen.

Das Ja der Paten ist kein Detail am Rand. Es verdient denselben Aufwand wie der Tag selbst.
Kleiderordnung, Ort und Zusagen ohne Rückrufe
Schreibt in die Einladung, was ihr euch vorstellt: „Anzug und Kleid“ oder „helle Farben“. Sonst legt jede Familie den Code für sich aus, und ihr erklärt ihn am Telefon, während ihr das Kind auf dem Arm habt. Name und Karte des Restaurants gehören ebenfalls hinein. Die Zusagen sammelt die Einladung selbst: Gäste beantworten die Fragen, die ihr im Formular festgelegt habt, und die Antworten landen in einer Liste statt in zwanzig Chats.
Eine digitale Einladung passt zur Rolle der Paten
Die Einladung ist eine eigene Webseite, kein PDF. Teilen per Link, QR-Code oder Nachricht, und niemand installiert eine App – die Gäste öffnen den Link im Browser und antworten vom Handy. Ihr probiert die Titelseite kostenlos aus und schaltet sie danach frei; 29,99 EUR, einmal bezahlt, kein Abo. Bis zu sechs eigene Fotos passen sich automatisch ein, das Titelbild lässt sich austauschen, die Texte ändert ihr Feld für Feld. Änderungen nach dem Verschicken sind möglich, der Link bleibt derselbe.
Die Paten habt ihr ausgesucht. Jetzt sorgt dafür, dass ihr Ja genauso ordentlich aussieht wie der Tag selbst. Sucht ein Design, testet die Titelseite kostenlos und verschickt den Link, sobald die Einladung steht.
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