Taufen und Kommunionen
Taufeinladungen mit Paten, die nicht glauben: der Text
Wenn der Pate nicht in die Kirche geht: wie ihr fragt, was in der Taufeinladung steht und welche Rolle er am Tag bekommt – ohne Diskussion.
Send The Joy · 2. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Der Anruf kommt an einem Dienstag, kurz nachdem das Kind endlich schläft. „Wir möchten, dass du Pate wirst“, sagt sie, „auch wenn du mit der Kirche nichts anfangen kannst.“ Am anderen Ende bleibt es zwei Sekunden still. Diese zwei Sekunden entscheiden, wie die Taufeinladung mit Paten, die nicht glauben, später aussieht – und sie gehören vor den Text, nicht danach.
Paten, die nicht glauben, sind kein Sonderfall, sondern eine Absprache. Sie funktioniert, wenn drei Dinge vorher geklärt sind: die Frage, die Rolle am Tag und das Wort, das später in der Taufeinladung steht.
Erst anrufen, dann den Namen eintragen
Wer den Namen einträgt, bevor gefragt wurde, macht aus einer Bitte eine Mitteilung. Also erst das Gespräch, dann der Text. Und im Gespräch lässt man dem anderen eine Tür offen, ohne die eigene Entscheidung kleiner zu machen.
- Ein Anruf oder ein Kaffee vor jedem Text: Niemand soll aus einer weitergeleiteten Nachricht in der Familiengruppe erfahren, dass er Pate wird.
- Frag direkt und lass einen Ausweg: „Wir möchten dich dabei haben, auch wenn du den religiösen Teil nicht mitträgst – magst du?“ Ein Nein darf möglich sein, ohne dass etwas zerbricht.
- Klärt seine Rolle für den Tag: das Kind halten, am Becken stehen, nichts vorlesen. Wer das vorher aufschreibt, steht später nicht schweigend vor vierzig Gästen.
- Fragt vorher in der Gemeinde nach, ob ein Pate ohne Konfession überhaupt möglich ist. Jede Pfarre handhabt das anders, und ihr wollt es wissen, bevor ihr etwas ändert oder bestellt.
Taufeinladungen mit Paten, die nicht glauben: eine Zeile, keine Debatte
In der Einladung ist „Pate“ ein Wort, kein Bekenntnis. Es braucht genau eine Zeile: „Zur Taufe von Emilia laden Marta und Julian sowie die Paten Ana und Luis ein.“ Keine Erklärung, kein Nebensatz, kein Adjektiv. Die Einladung benennt, sie erklärt nicht.
Wenn ihr euch für „Taufzeuge“ entschieden habt, schreibt Taufzeuge und nicht Pate. Ein Zusatz wie „auch wenn er nicht gläubig ist“ gehört nicht auf die Karte – damit wird aus der Einladung eine Erklärung, und niemand muss seine Anwesenheit begründen. Ein Wort, überall gleich: auf der Karte, im Ablauf, im Trinkspruch.

Die halbe Etikette liegt nicht im Text, sondern im Anruf davor.
Am Tisch und in der Zeremonie: wer was macht
Die Zeremonie läuft ruhiger, wenn die Rollen eine Woche vorher verschickt werden: Wer hält das Kind, wer trägt die Kerze, wer liest eine Fürbitte. Setzt den Paten, der nicht glaubt, neben jemanden, mit dem er leicht ins Gespräch kommt – nicht zwischen zwei Verwandte, die über Religion diskutieren wollen. Beim Trinkspruch reichen zwei Minuten Dank, ohne ihn in ein Bekenntnis zu drängen. Und wenn zwei Paten gegensätzlich denken, setzt sie nicht gegenüber: Der Tag ist keine Podiumsdiskussion.
Der Name lässt sich ändern, ohne neu zu drucken
Bei Send The Joy ist die Einladung eine eigene Seite im Web, kein PDF und kein Bild. Ihr teilt sie per Link oder QR-Code, die Gäste brauchen keine App, und die Zusagen landen direkt in der Einladung. Das Praktische daran: Wenn aus „Pate“ später „Taufzeuge“ wird, ändert ihr ein Feld im Browser, der Link bleibt derselbe, und niemand muss etwas nachdrucken. Probiert die Titelseite zuerst kostenlos aus, einigt euch auf ein Wort und tragt es einmal ein – der Rest ist Feier.
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