Taufen und Kommunionen
Taufeinladungen ohne Geschenke: die richtige Etikette
Ein Satz in der Einladung reicht. Hier steht, wie du ohne Geschenke bittest, ohne dass es wie eine Absage klingt – mit fertigen Formulierungen.
Send The Joy · 6. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Sonntagmorgen, Küchentisch, Handy. Du tippst die Einladung zur Taufe: Datum, Uhrzeit, Kirche, danach Kaffee bei euch im Hof. Alles steht. Und dann kommt die Frage, die zu jeder zweiten Taufe gehört: Was schreiben wir wegen der Geschenke? Bei Taufeinladungen ohne Geschenke entscheidet die Etikette mehr als der Wortlaut.
Ein Satz, richtig platziert, spart dir die Rückfragen. Falsch platziert, fühlt sich jemand korrigiert. Dazwischen liegen zwei Zeilen und die Entscheidung, wo sie stehen.
Taufeinladungen ohne Geschenke: Etikette für den Satz in der Einladung
Setz den Satz direkt unter die praktischen Angaben. Wer „11 Uhr, Pfarrkirche St. Anna“ liest und darunter „Wir wünschen uns nichts“ sieht, hat verstanden und muss nicht nachfragen. Schick ihn nicht zwei Wochen später als einzelne WhatsApp hinterher. Wer längst einen Umschlag gekauft hat, fühlt sich vor den anderen korrigiert. Schreib ihn einmal, mit denselben Worten, überall gleich. Dreimal anders formuliert wird aus einer freundlichen Geste eine Regel.
- Der Satz steht direkt unter Datum, Uhrzeit und Ort – nicht im letzten Absatz.
- Derselbe Wortlaut überall: in der Einladung, im WhatsApp-Text, in der E-Mail.
- Nicht zwei Wochen später nachschieben. Wer schon etwas gekauft hat, fühlt sich korrigiert.
- Zwei Zeilen Maximum. Eine kurze Bitte liest man, einen Absatz überspringt man.
Zwei Sätze, die funktionieren, und einer, der nach Ladenschild klingt
Es gibt Formulierungen, die von den Gästen sprechen, und solche, die ihnen etwas verbieten. „Du bist uns Geschenk genug“ sagt etwas über den Menschen, der vor dir steht. „Wir wünschen uns nichts – nur dich an diesem Tag“ tut dasselbe. Wer trotzdem etwas in der Hand halten will, braucht eine Tür: „Wenn du unbedingt etwas mitbringen möchtest, dann einen Brief an ihn, den er später lesen kann.“
Was nicht geht: „Von Geschenken bitten wir abzusehen.“ Das klingt nach Aushang am Eingang, nicht nach einer Einladung. Genauso „Keine Geschenke erwünscht“ – das ist eine Hausordnung. Dein Satz soll einladen, nicht abweisen.

Ein Satz über Geschenke soll sich wie eine Einladung lesen, nicht wie eine Bedingung.
Wo der Satz steht, hängt davon ab, wie deine Leute lesen
Öffnet die Mehrheit die Einladung am Handy, gehört der Satz vor den Bestätigen-Button. Genau dort entscheidet der Gast, was er tut – da soll er lesen, dass er nichts mitbringen muss. Ruf deine Oma an, bevor sie fragt, und halte die kurze Antwort bereit: „Nichts, wirklich. Wir wollen dich an dem Tag sehen.“ Was du nicht machst: den Satz am Ende verstecken, nach Anfahrtsskizze und Dresscode. Dort liest ihn niemand, und abends kommt die Frage per WhatsApp zurück.
Wenn die Tante trotzdem schreibt, diskutier nicht. Bedank dich und lenk um: „Nichts, wirklich. Wenn du unbedingt willst, ein Buch mit einer Widmung für ihn.“ Kommen mehrere damit, schlag eine gemeinsame Sache vor und sag sie einmal, nicht dreimal. Und keine Kontonummer, kein Bezahllink in der Einladung. In dem Moment ist die Taufe keine Feier mehr, sondern eine Sammlung.
Der Satz hält auch am Tag vor der Taufe
Wenn du den Kaffee eine Straße weiter verlegst, bleibt der Link derselbe. Niemand muss etwas weiterleiten, die Gäste sehen die aktualisierte Version mit dem Satz an seinem Platz. Die Zusagen landen in einer Liste in der Einladung selbst – du telefonierst niemandem hinterher. Und wenn jemand Papier will, die Patin oder die Oma, dann kombiniert: Link für alle, zwei oder drei Ausdrucke für die, die sie aufheben.
Deine Taufe braucht keine Geschenkeliste. Sie braucht Gäste, die pünktlich kommen und sich willkommen fühlen. Probier ein Design kostenlos aus, schreib den Satz, bevor du den Link verschickst, und spar dir das Nachfragen.
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