Taufen und Kommunionen
Taufeinladung getrennte Eltern: eine Einladung, zwei Familien
Namen, Sitzordnung und zwei Uhrzeiten im Text: So wird die Taufe mit getrennten Eltern für beide Familien ein Tag ohne Rangliste.
Send The Joy · 4. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Samstagabend, zwei Wochen vor der Taufe: Auf dem Küchentisch liegt ein Notizblock. Vier Namen stehen darauf, daneben die Frage, wer zuerst genannt wird. Dazu der Grundriss des Restaurants und die Nummer der Kirche. Zwei Entwürfe sind schon im Chat, aber keiner passt beiden Seiten.
Es geht nicht um Höflichkeit, sondern um Reihenfolge. Namen, Stühle, Uhrzeit – wer diese drei Dinge vorher klärt, muss am Tauftag nichts mehr moderieren.
Taufeinladung mit getrennten Eltern: die Namen oben
Vier Namen passen in eine Zeile, wenn du sie alphabetisch sortierst und nicht nach Zuständigkeit. ‚Anna und Georg · Lukas und Marta‘ liest sich als Aufzählung, nicht als Rangliste. Wer nicht genannt werden möchte, kommt nicht aufs Schild: Dann steht dort nur ‚Taufe von Julia · 12. Oktober · Wien‘. Keine Seite fehlt deswegen.
- Eine Zeile, vier Namen, alphabetisch – und diese Zeile einmal mit beiden Seiten abstimmen, bevor du veröffentlichst.
- Statt ‚die Eltern von Julia‘ lieber ‚Taufe von Julia · 12. Oktober · Graz‘: Die Zeile nennt den Anlass, nicht die Zuständigkeit.
- Nur eine Person schreibt den Text. Zwei Versionen derselben Zeile landen sonst in zwei Chats.
- Paten und Patinnen stehen in derselben Zeile wie alle anderen, nicht in einer Fußnote.
Sitzordnung: ein langer Tisch statt zwei Lager
Ein langer Tisch mit den Großeltern an beiden Enden hält das Gespräch in der Mitte. Zwei gegenüberliegende Tische trennen es: Links wird über rechts geredet und umgekehrt. Wenn du die Wahl hast, nimm die lange Tafel.
Stell zwei freie Stühle neben den Hochstuhl. Die werden im Lauf des Essens abwechselnd besetzt, wenn jemand das Kind nimmt. Die Cousinen und Cousins im mittleren Drittel füllen die neutrale Zone und beschäftigen sich gegenseitig. Dann muss niemand wählen, an welche Seite er gehört.

Wenn beide Familien im selben Link stehen, ist die Taufe kein Verteilen mehr, sondern ein Fest.
Der Tag: zwei Uhrzeiten und eine Kirchenbank pro Familie
Schreib zwei Uhrzeiten in die Einladung: 11:30 vor der Kirche, 12:00 am Taufbecken. So kommt keine Familie zu früh und sitzt allein auf der Bank. Reserviere für jede Seite eine Kirchenbank, die Großeltern am Gang. Von dort sieht man das Taufbecken am besten. Und halte schriftlich fest, wer das Kind trägt und wer die Taufkerze hält.
Zwei gleiche Tüten und ein Link für beide
Gleiche Anzahl Mandeltütchen für beide Haushalte: 30 auf der einen, 20 auf der anderen Seite fällt am Tisch auf und wird auf der Rückfahrt besprochen. Die Übergabe macht besser eine neutrale Person, eine Tante oder eine gemeinsame Freundin, kein Großelternteil. Eine Tüte bleibt für das Kind.
Alles andere läuft über einen Link. Antworten kommen in derselben Einladung an, in einer sortierten Liste, statt als Nachrichten auf zwei Handys. Ändert sich die Uhrzeit oder das Lokal, bearbeitest du den Text und der Link bleibt derselbe.
Kläre die Namen, die Tische und die zwei Uhrzeiten, bevor du die Einladung verschickst. Dann bleibt am Tauftag nur das Kind, die Taufkerze und das Essen.
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