Taufen und Kommunionen
Taufeinladungen auf dem Boot: die Zeiten vor dem Anlegen
Wer nur die Trauung liest, steht am Taufmorgen am falschen Kai. Einschiffung, Westengrößen und Schuhwerk gehören in die Einladung, nicht in eine WhatsApp-Gruppe.
Send The Joy · 2. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

12:10 Uhr, Steg 3. Der Skipper lässt den Motor schon warmlaufen, zwei Familien stehen noch am Parkplatz und suchen den richtigen Kai. In der Einladung stand nur „Taufe, 12:30 Uhr“. Auf dem Wasser sind fünfzehn Minuten keine Verspätung, sondern eine Abfahrt ohne euch.
Das lässt sich vorher klären, ohne dass die Einladung wie ein Sicherheitsprotokoll klingt. Es reicht, drei Dinge klar aufzuschreiben: wann ihr am Steg steht, was die Kinder tragen und wer die Rettungswesten mitbringt.
Die Taufe auf dem Boot beginnt am Steg, nicht an der Reling
Schreib drei Uhrzeiten hin, nicht eine. Einschiffung um 12:00, Ablegen um 12:30, zurück im Hafen um 15:00. Wer nur die Zeremonie liest, plant den Weg zum Hafen zu knapp. Dazu der genaue Treffpunkt: „Steg 3, Yachthafen Konstanz, beim blauen Kiosk“ funktioniert. „Am Hafen“ kostet am Taufmorgen drei Telefonate. Ein kurzer Satz auf der ersten Seite – „Wir sehen uns auf dem Wasser“ – reicht, damit jemand, der den Link am Handy öffnet, sofort weiß, worum es geht.
- Einschiffung, Ablegen und Rückkehr im Hafen – alle drei Uhrzeiten ausgeschrieben.
- Name des Bootes, Hafen und die genaue Nummer des Stegs.
- Hinweis auf Rettungswesten und die Kindergrößen.
- Dresscode mit einer Ausnahme beim Schuhwerk.
Rettungswesten und Schuhwerk: klärt das vor dem Steg
Schreib hin, ob die Westen an Bord sind oder ob jede Familie eine mitbringt. Das ändert, was in die Tasche kommt. Der Satz „Rettungswesten für Kinder bis 12 Jahre sind an Bord“ ersetzt fünf Nachfragen am Abend vorher. Mit Name und Größe wird es noch ruhiger: „Weste für Mia, 5 Jahre, liegt am Boot.“
Dann das Schuhwerk. „Deck ist nass, bitte Sohlen mit Profil“ ist der Satz, der den ersten Sturz des Tages verhindert. Weiß und Leinen geht trotzdem, nur flach. Wenn danach noch Essen an Land geplant ist, schreib eine Uhrzeit fürs Umziehen dazu, damit niemand am Anleger wartet.
Sechs eigene Fotos erzählen die Fahrt schon vorher
Auf die erste Seite kommt das Boot am Steg, dazu ein Bild vom Steg oder von der Mole als Orientierung für alle, die den Hafen nicht kennen. Bis zu sechs eigene Fotos passen in die Einladung, sie werden automatisch in den Rahmen gesetzt, das Titelbild wählst du aus. Gefällt dir ein Foto später nicht, tauschst du es aus, der Link bleibt derselbe.

Auf dem Wasser zählt nicht die schönste Einladung, sondern die, aus der man Uhrzeit, Steg und Westengröße ablesen kann.
Abfahrt vorziehen, Zeit ändern: der Link bleibt derselbe
Wenn der Skipper wegen Wind früher ablegt, änderst du die Uhrzeit, und der Link bleibt derselbe. Niemand bekommt eine neue Nachricht, niemand sucht die alte. Die Zusagen landen in einer sortierten Liste in der Einladung selbst – am Donnerstag gibst du die Zahl ans Boot weiter, ohne Antworten auf WhatsApp zusammenzusuchen. Die Fragen im Formular stellst du selbst: „Wie viele kommt ihr?“ oder „Bleibt ihr zum Essen an Land?“
Wenn das Boot gebucht ist und die Westengröße feststeht, fehlt nur noch die Einladung, die es klar sagt. Fang mit dem Titelbild an, teste das Design kostenlos und veröffentliche den Link, wenn alles steht.
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