Taufen und Kommunionen
Etikette für Taufeinladungen: Paten richtig nennen
Wer zuerst auf der Karte steht, wie Paten genannt werden und was du machst, wenn kurz vor dem Verschicken noch ein Name dazukommt – Schritt für Schritt.
Send The Joy · 7. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Auf dem Küchentisch liegt ein Zettel mit sechs Namen. Zwei sind durchgestrichen, hinter einem steht ein Fragezeichen, unten hat jemand »Paten?« geschrieben. Die Taufe ist in fünf Wochen, verschickt ist noch nichts.
Die Etikette für Taufeinladungen ist keine Wissenschaft: Eltern zuerst, Paten danach, alle anderen im Text. Schwierig wird es an drei Stellen – bei der Reihenfolge, bei der Sprache und bei den Familien, die nicht in eine Zeile passen.
Erst die Eltern, dann die Paten
Die klassische Formel beginnt mit den Eltern und endet mit den Paten: »Anna und Jonas Berger, Eltern, sowie Miriam und Tobias Kern, Paten, laden herzlich zur Taufe von Lena ein.« Drehst du die Reihenfolge um, sieht die Familie der Paten das sofort. Die Paten stehen dann vor den Eltern, und das wirkt wie eine Gewichtung, die niemand ausgesprochen hat.
- Reihenfolge: Eltern, Paten, Geschwister des Täuflings. Nicht alphabetisch, nicht nach Alter sortiert.
- Schriftgröße: Paten in derselben Größe wie die Eltern, höchstens eine Stufe kleiner. Kleingedruckt am Kartenfuß liest sich wie eine Fußnote.
- Nur eine Patin oder nur ein Pate: »seine Patin, Miriam Kern«. Ein »und Familie« dahinter sagt niemandem etwas.
- Namen so schreiben, wie die Person unterschreibt. Spitznamen nur, wenn die ganze Gästeliste sie kennt.
Etikette für Taufeinladungen: eine Sprache pro Karte
In der Schweiz stehen auf der Karte Götti und Gotte, in Deutschland und Österreich Taufpate und Taufpatin. Beides ist richtig. Gemischt wird es schief: Götti oben, Taufpatin unten, einmal »Taufe« und einmal »Tauffeier« – das liest sich, als hätten zwei Leute unabhängig voneinander geschrieben. Wer die Karte entwirft, sitzt selten zwischen beiden Familien, also entscheide dich einmal und zieh es durch.
Eigennamen bleiben, wie sie sind. Nur die Bezeichnungen wechseln: Taufe, Paten, Datum, Ort. Lebt ein Teil der Familie in einem anderen Land und ist eine andere Bezeichnung gewohnt, ist ein zweiter, klar abgesetzter Block besser als zwei halbe Sätze. Bei einer digitalen Einladung lässt sich der Inhalt pro Sprache einstellen.

Die Formel entscheidet, wer sich auf der Karte sieht – und wer sich übergangen fühlt.
Großeltern, abwesende Paten, dritte Namen
Großeltern, die nicht Paten sind, gehören nicht in die Formel. Sie stehen im Text: »mit den Großeltern Rosa und Peter Auer«. Ein Pate, der nicht kommen kann, bleibt auf der Karte, mit einem Zusatz wie »feiert aus Wien mit«. Ihn zu streichen, weil er fehlt, ist genau das, was verletzt. Und wenn du unsicher bist, frag die Person vor dem Verschicken, ob sie lieber als Pate oder als Taufpate genannt werden will.
Die Fälle, die jede Formel sprengen
Getrennte Eltern: beide Namen, je eine Zeile, gleiche Größe, kein erzwungenes »und«. Zwei Patinnen oder zwei Paten: Vor- und Nachnamen, ohne Anrede, die sie selbst nicht benutzen. Ein minderjähriger Pate: der Vorname genügt. Und die Anreden auf der Karte bleiben einheitlich – entweder überall Herr und Frau oder nirgends.
Wenn sich kurz vor der Taufe noch etwas ändert
Schreib die Formel einmal komplett auf, lies sie mit den echten Namen laut vor und hör hin, wo du stockst. Dort fehlt jemand. Danach baust du die Einladung: Design auswählen, Felder ausfüllen, mit einem Klick veröffentlichen. 29,99 €, einmalig. Ändert sich später ein Name, die Uhrzeit oder der Ort nach dem Gottesdienst, bleibt der Link derselbe – kein neuer Druck, kein zweiter Umschlag, keine Nachfrage per Chat.
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