Geburtstage
Einladungen zum 100. Geburtstag: Stuhl, Uhrzeit, Torte
Stuhl, Uhrzeit, Tortenzeit: Was in die Einladung zum 100. Geburtstag gehört, damit die Anrufe ausbleiben – und warum der Name ganz nach vorne kommt.
Send The Joy · 5. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Sonntagabend, vier Wochen vor dem Fest. Auf dem Küchentisch liegt ein Zettel: «Oma – 100 – Lokal?». Mehr steht nicht drauf. Am Montag ruft Tante Rosa an und fragt, wer sie abholt. Am Dienstag schreibt Cousin Martin, wann es losgeht. Am Mittwoch will deine Mutter wissen, ob es Stufen gibt.
Drei Anrufe, drei Antworten, die noch niemand hat – dabei standen sie alle schon mal irgendwo. Nämlich im Kopf der Person, die den Zettel geschrieben hat. Eine Einladung zum 100. Geburtstag löst das nicht mit einem schöneren Satz, sondern mit vollständigen Angaben.
Einladungen zum 100. Geburtstag fangen beim Stuhl an
Schreib die Barrierefreiheit als normale Zeile in den Text, nicht als Kleingedrucktes am Ende. Wer eine Gehhilfe, einen Rollstuhl oder einfach schlechte Knie hat, entscheidet anhand dieser Zeile, ob er zusagt. Die Einladung ist eine Webseite: Gäste öffnen den Link im Browser und antworten am Handy, ohne etwas zu installieren.
- Barrierefreiheit in eigenen Worten: «ebenerdiger Zugang» oder «Aufzug bis zum Saal im ersten Stock».
- Wer sie abholt und wann: «Tante Rosa ist um 12:15 Uhr an der Haustür.» Sonst kommt diese Frage garantiert als Anruf zurück.
- Die Tortenzeit exakt neben das Datum: 18:30 Uhr. Genau danach fragen im Gruppenchat die meisten.
- Dresscode in einer Zeile: «wie du dich wohlfühlst – sie zieht sich schick an.»
Gefeiert wird mittags, nicht um neun
Richte den Tag nach ihrem Rhythmus. Mittagessen um 13 Uhr, danach Kaffee mit Fotos und Tortenanschnitt am späten Nachmittag. Ein Abendessen, das um 21 Uhr beginnt, ist für eine Hundertjährige kein Fest, sondern Arbeit.
Schreib ein Ende hin, das niemandem ein schlechtes Gewissen macht: «Um 20 Uhr geht Oma ins Bett, wer mag, bleibt noch.» Wenn vorher eine Messe, eine Ehrung oder ein kurzer Besuch geplant ist, gehört das mit Uhrzeit an den Anfang der Einladung – dann weiß auch, wer nur zehn Minuten Zeit hat, wann er da sein muss.

In der Einladung steht keine Poesie. Da steht die Tortenzeit und die Anzahl der Stufen.
Der Name zuerst, der Schnörkel später
Auf die erste Seite gehören Name und Nachname: «Hildegard Bauer wird 100 Jahre alt.» Nicht «die Jubilarin» und nicht «unsere Oma» – die kann fünf Enkeln gehören. Wenn sie zu Hause anders heißt, setz den Rufnamen in Klammern dahinter: «Hildegard (Hilde)». So weiß die Cousine, die sie seit Jahren nicht gesehen hat, wen sie begrüßt. Der schöne Satz kommt auf die zweite Seite. Auf der ersten suchen die Leute Datum, Ort und Uhrzeit.
Ein Link, den du später noch korrigierst
Uhrzeit, Adresse, Karte oder Kleiderordnung kannst du nach dem Verschicken ändern, der Link bleibt derselbe. Niemand muss die Einladung neu bekommen, und du schickst nicht sechs Nachrichten in die Familiengruppe. Die Zusagen kommen in derselben Einladung an, in einer Liste – du musst niemandem hinterhertelefonieren. Und ein gescanntes Foto von damals, auf der Startseite, sagt mehr als jede elegante Schrift.
Mit Datum, Uhrzeit, Ort, Abholung und Tortenzeit in der Einladung verschwindet die Hälfte der Anrufe. Such ein Design aus der Kollektion, probier die Startseite kostenlos und veröffentliche den Link, sobald die Tortenzeit steht.



