Taufen und Kommunionen
Einladung zur Erstkommunion: erst Plätze, dann Menü
Ruf zuerst im Pfarrbüro an und frag nach den echten Plätzen. Erst dann reservierst du im Restaurant. So ladet ihr niemanden zweimal ein.
Send The Joy · 8. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Am Küchentisch liegt seit drei Wochen ein Zettel, auf dem immer neue Namen dazukommen: die Großeltern, die Patin, die Klassenkameraden aus der Erstkommunion-Gruppe von Jonas, die Nachbarn, mit denen ihr jedes Jahr grillt. Die Nummer vom Pfarrbüro steht daneben, angerufen hat noch niemand. Genau da fängt der Ärger an.
Zwei Zahlen entscheiden über die Gästeliste: wie viele Menschen am Kommunionstag in die Kirche passen und wie viele an einen Tisch im Restaurant. Wer zuerst das Menü wählt und dann beim Pfarrbüro anruft, sitzt am Ende mit einer Liste da, die nirgends hineinpasst.
Erst der Platz in der Kirche, dann das Menü
Frag im Pfarrbüro, wie viele Personen am Tag der Erstkommunion bequem in den Bänken sitzen. An vielen Sonntagen teilt sich die Kommunionmesse das Gotteshaus mit einer anderen Feier, dann ist der echte Platz kleiner, als es von hinten aussieht. Mit dieser Zahl suchst du das Restaurant aus: Passen 60 in die Kirche und 90 in den Saal, gibt die Kirche den Ton an, nicht die Speisekarte. Zähl auch die mit, die stehen oder draußen warten: kleine Geschwister, ein Nachbar, der kurz vorbeikommt, und die, die zu spät kommen und in der Tür stehen bleiben.
- Frag im Pfarrbüro nach der echten Platzzahl für den Tag der Messe.
- Leg die Listen beider Familien auf ein Blatt, bevor ein Name in die Einladung kommt.
- Nimm die kleinere Zahl als Maß: Passt in die Kirche weniger als in den Saal, entscheidet die Kirche.
- Halte 5 oder 6 Plätze frei für die, die sich kurzfristig anmelden.
Die Gästeliste in drei Spalten, nicht in einem Zug
Spalte eins sind die, die dabei sein müssen: Großeltern, Paten, die Katechetin, die Jonas vorbereitet hat, und die Tanten, die bei allem dabei waren. Spalte zwei sind die, die du gern dabeihast: Schulkameraden, Cousinen, die Freunde der Familie, die ihr jeden Sommer seht. Spalte drei sind die, die vom Platz abhängen. Wenn eins und zwei zusammen 68 Namen ergeben und die Kirche 60 Plätze hat, wartet Spalte drei auf die Endabrechnung.
Das ist keine Unhöflichkeit, sondern die Reihenfolge, die später unangenehme Anrufe spart. Und wenn Mutter und Schwiegermutter jede auf einem eigenen Zettel schreibt, sortier beide Blätter vor dem Verschicken auf eine Liste, nach Nachnamen. Sonst steht derselbe Name zweimal drauf und Tante Rita bekommt die Einladung doppelt. Kinder zählen für das Restaurant als Person und in der Kirche als Bündel auf dem Schoß der Eltern, das ist beim Rechnen der Unterschied zwischen 60 und 62.

Wer zuerst den Tisch bucht und dann die Kirche anruft, lädt doppelt ein oder muss absagen.
Warum eine digitale Einladung zur Erstkommunion passt
Eine digitale Einladung ist eine eigene Seite für eure Feier, kein PDF. Ihr verschickt einen Link, einen QR-Code oder eine Nachricht, die Gäste öffnen sie im Browser und bestätigen vom Handy aus, ohne eine App zu installieren. Die Zusagen kommen in derselben Einladung an, in einer geordneten Liste, mit den Rückfragen, die ihr selbst einstellt, und niemand muss Antworten per WhatsApp nachlaufen. Rutscht die Messe von 12 auf 13 Uhr, weil der Pfarrer zwei Feiern zusammenlegt, ändert ihr Text oder Ort im Browser, und der Link bleibt derselbe: kein zweiter Versand, kein Nachdruck. Die Einladung kostet 29,99 EUR, einmalig, ohne Abo, mit bis zu sechs eigenen Fotos und Musik. Wenn die Großeltern eine Karte in der Hand halten wollen, macht es wie bei der Papiervariante: Link für alle, ein paar Ausdrucke für die, die sie aufbewahren. Erst die Liste, dann die Einladung.
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