Hochzeiten
Shuttlebus und Parkplatz: Was in die Hochzeitseinladung gehört
Der Bus fährt um 17:15, der Parkplatz liegt zwei Kilometer weiter – und beides steht meist in der letzten Fußnote. So schreibst du Abfahrt, Einstieg und Rückfahrt auf – ohne Anrufe.
Send The Joy · 7. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Der Shuttlebus fährt um 17:15 am Marktplatz ab, der Parkplatz liegt zwei Kilometer weiter am Sportplatz – und in deiner Hochzeitseinladung steht beides in einer Fußnote ganz unten. Am Samstag klingelt das Handy dann zwölf Mal: Wo hält der Bus? Ab wann dürfen wir parken? Und wie kommen wir nachts zurück?
Dabei ist das keine komplizierte Information. Sie braucht nur einen festen Platz und eine klare Reihenfolge. Wer Abfahrt, Einstieg und Rückfahrt zusammen sieht, steigt ein und ruft nicht an.
Die Shuttlebus-Zeit gehört in die Hochzeitseinladung, nicht ans Ende
Die Abfahrt des Busses entscheidet mehr über den Ablauf als das Menü, weil von ihr abhängt, wer wann da ist. Schreib sie in dieselbe Szene wie die Trauung, nicht in eine Notiz weiter unten. Also: „Trauung 18:00 · Shuttle ab Marktplatz 17:15“. Gibt es Hin- und Rückfahrt, gehören beide Zeiten in eine Zeile: „Hin 17:15 ab Marktplatz, zurück 01:00 und 02:30 ab Gartentor“. Und benenn den Einstieg so genau, dass ihn auch jemand findet, der die Gegend nicht kennt.
- Einstieg wörtlich: „Marktplatz, neben der Haltestelle der Linie 12“ statt „im Ortszentrum“.
- Hin- und Rückfahrt mit beiden Uhrzeiten in einer Zeile, damit niemand zwei Stellen zusammensuchen muss.
- Gibt es eine zweite Runde für Spätankömmlinge, schreib sie dazu: „Wer nach 17:10 kommt, fährt um 17:45 mit“.
- Eine Telefonnummer, die nur am Tag selbst gilt, für den Fall, dass jemand den Einstieg nicht findet.
Der Parkplatz zwei Kilometer weiter: drei Angaben reichen
Ein Parkplatz außerhalb braucht genau drei Angaben, dann hören die Rückfragen auf: wie weit, wie lange, und was kostet es. Zum Beispiel: „Kostenlos parken, zwei Kilometer, vier Minuten mit dem Auto oder zwanzig zu Fuß am Fluss entlang“. Danach kommt die Frage, die fast alle offenlassen: Hält der Bus am Parkplatz oder nur am Marktplatz? Hält er, schreib es hin. Hält er nicht, sag klar, dass Autofahrer den Wagen stehen lassen und zum Einstieg laufen.
Für alle, die später dran sind, hilft ein einziger Satz: „Wer nach 17:10 ankommt, fährt direkt zum Parkplatz – der Bus dreht um 17:45 eine zweite Runde“. Ein Halbsatz, der einen Anruf erspart und dir am Samstag zehn Minuten Ruhe bringt.

Wer Abfahrt, Einstieg und Rückfahrt in einer Szene stehen hat, muss am Hochzeitstag keine Wege erklären.
Adressen und Karte: ein Ort pro Zeile
Trenn die Orte sauber: Trauung, Feier, Parkplatz. Ein Satz mit drei Adressen darin liest niemand. Schreib jede Adresse so, wie ein Taxifahrer sie braucht: „Hofgut Lindenau, Landstraße 4, Ortsteil Bergen“ – nicht nur den Namen des Hofs, denn den findet das Navi oft nicht. Im Feld für den Ort steht die genaue Adresse, damit der Gast nichts abtippen muss.
Wenn der Bus später fährt, bleibt der Link derselbe
Verschiebt sich die Abfahrt um zwanzig Minuten, öffnest du die Szene und änderst die Zeit. Der Link bleibt derselbe, und wer ihn öffnet, sieht die neue Uhrzeit statt der alten. Keine Umschläge nachschicken, keine Karten neu drucken – eine kurze Nachricht mit dem Link am Vortag erledigt mehr als ein Zettel am Eingang. Die Zusagen laufen in einer Liste in der Einladung zusammen, da siehst du vorher, mit wie vielen Gästen der Bus rechnen muss. Nimm dir zehn Minuten, schreib Abfahrt, Einstieg und Rückfahrt in eine Szene, und prüf, dass die Zeiten überall gleich stehen.



