Hochzeiten
Hochzeitseinladungen mit Trauzeugen: wer zuerst genannt wird
Trauzeugen gehören in die Einladung – mit vollem Namen, in der richtigen Reihenfolge. Wer nicht dazugehört und warum die Zeile bis zum letzten Tag änderbar bleibt.
Send The Joy · 30. September 2026 · 3 Min. Lesezeit

Es ist Donnerstagabend, der Text für die Einladung steht fast. Dann kommt die Frage: Stehen die Trauzeugen mit drin? Und wenn ja, wo – vor dem Datum oder nach dem Ort, mit Nachnamen oder nur mit Vornamen? Plötzlich ist diese eine Zeile schwieriger als der ganze restliche Text.
Das Problem ist selten der Platz. Es ist die Frage, welches Wort ihr benutzt. Trauzeuge, Beistand, Ehrenzeuge – je nach Land und Amt heißt die Rolle anders, und jede Bezeichnung zieht eine andere Zeile nach sich.
Hochzeitseinladungen mit Trauzeugen: drei Rollen, drei Wörter
Bevor ihr die Zeile setzt, trennt die drei Rollen. Erstens: wer beim Standesamt neben euch steht und unterschreibt. In Deutschland sind das die Trauzeugen, in Österreich ist beim Standesamt vom Beistand die Rede, in der Schweiz von Trauzeugen. Zweitens: wer in der Feier selbst eine Aufgabe hat – Brautjungfern, Brautführer, Ehrenzeugen. Drittens: wer die Zeremonie leitet, also Standesbeamtin, Pfarrerin oder Redner. Diese drei Rollen bekommen nicht dieselbe Überschrift und nicht dieselbe Zeile.
- „Trauzeugen: Anna Berger und Jonas Weber“ – ein Paar, eine Zeile, beide Namen ausgeschrieben.
- „Trauzeugin der Braut: Lena Hoffmann“ und darunter „Trauzeuge des Bräutigams: Jonas Weber“ – eine Zeile pro Person, wenn sie kein Paar sind.
- „Ehrenzeugen: Ana Pérez und Bruno Sanz“ – nur wenn eure Zeremonie sie wirklich von den Trauzeugen trennt.
- „Standesbeamtin: Frau Keller“ – eigene Zeile, nicht im Trauzeugen-Block.
Die Reihenfolge der Namen folgt drei Regeln
Erstens: Trauzeugen, die ein Paar sind, stehen zusammen und immer mit beiden vollständigen Namen. Also „Anna Berger und Jonas Weber“, nicht „Anna und Jonas Weber“ und nicht „die Webers“. Zweitens: Kommen Trauzeugen und Ehrenzeugen in derselben Einladung vor, nennen die Trauzeugen zuerst. Wird die Liste zu lang, nehmt die Ehrenzeugen aus dem Block und erwähnt sie dort, wo der Ablauf der Feier steht.
Drittens: gleiche Anrede für alle. Entweder alle mit „Herr“ und „Frau“ oder keiner. „Herr Dr. Berger“ neben „Lena“ fällt auf, sobald jemand die Einladung laut vorliest. Und schickt den Link zuerst den Trauzeugen. Sie sehen als Erste, ob Name und Rolle stimmen, und können in Ruhe sagen, wenn etwas nicht passt.

Eine Zeile, zwei Namen, ein Wort: mehr braucht es nicht, damit niemand rätselt, wer gemeint ist.
Die Trauzeugen-Zeile steht nach dem Brautpaar
Im Block gilt diese Reihenfolge: wer einlädt, die Namen des Paares, die Trauzeugen, dann Datum und Ort. Die Trauzeugen eröffnen die Einladung nicht und stehen auch nicht nach der Uhrzeit. Kommen sechs oder acht Namen zusammen, bündelt sie nach Familien: „Trauzeugen: Familien Berger-Keller und Weber-Marin“ – wenn alle Beteiligten damit einverstanden sind. In einer digitalen Einladung bekommt diese Zeile ihre eigene Szene, mit einem Foto des Paares und der Trauzeugen. Ihr tragt den Namen ins Feld ein, die Vorschau aktualisiert sich sofort, und wenn sich später etwas ändert, bleibt der Link derselbe. Die Einladung kostet 29,99 EUR, einmal bezahlt. Probiert die Titelseite gratis mit den Namen und schaut, wie die Zeile auf dem Handy aussieht.



