Hochzeiten
Hochzeitseinladungen für vegane Gäste: klar fragen
Eine Zeile in der Einladung klärt, wer vegan isst – und verhindert leere Teller am Tisch. Wo sie hingehört, wie du sie formulierst und was du vorher abklärst.
Send The Joy · 4. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Stell dir den Moment vor, in dem die Teller kommen: siebenmal Rinderfilet und einmal der vegane Teller. Der landet vor dem Gast, der ihn nicht bestellt hat, während die Person, die ihn braucht, Richtung Küche schaut. Solche Abende entstehen nicht im Saal. Sie entstehen Wochen vorher, beim Schreiben der Einladung.
Für Hochzeitseinladungen für vegane Gäste braucht es keine große Lösung, nur eine Zeile an der richtigen Stelle und ein Gespräch, wenn das Menü steht. Lieber einmal zu deutlich fragen als den Abend auf gut Glück planen.
Hochzeitseinladungen für vegane Gäste: frag konkret, nicht allgemein
Zwei Wochen vor der Feier schreibst du jede vegane Person einzeln an. Kein «das siehst du dann vor Ort» – genau das erzeugt die Anspannung, die du vermeiden willst. Frag, was sie möchte: das volle Menü oder nur Vorspeise und Hauptgang. Und frag das Catering, was seine vegane Option konkret enthält. Steht dort als Dessert Obstsalat, während alle anderen Torte essen, fällt das auf.
- Zwei Wochen vorher eine kurze Nachricht an jede vegane Person, mit dem Gericht, das das Catering bestätigt hat.
- Die vegane Option schriftlich im Vertrag mit dem Catering festhalten, nicht nur am Telefon besprechen.
- Den echten Gerichtsnamen verwenden: «Risotto mit Pilzen und Safran» sagt mehr als «vegane Option».
- Eine Notiz für das Service-Team mit Namen und Tisch der Gäste, die vegan essen.
Die Zeile gehört dorthin, wo es ums Essen geht
Setz die Notiz nicht zwischen die Namen und nicht ins Kleingedruckte. In einer Einladung mit mehreren Szenen gehört sie in die Szene mit der langen Tafel, an der die Gäste sowieso ans Essen denken. Dort liest sie jeder. Die anderen Szenen bleiben frei für das, was sie erzählen sollen: der Empfang, der erste Tanz, der Weg nach Hause.
Eine Zeile reicht: «Veganes Menü möglich, bitte bei der Zusage angeben.» Wird die Notiz drei Zeilen lang, wirkt sie wie ein Formular, und niemand liest sie. Frag deine Gäste auch, wie sie es geschrieben haben wollen: «vegan» oder «pflanzlich». Dann nimm ihr Wort.
Zusagen landen in der Einladung, nicht in 40 Chats
Die Zusage kommt in der Einladung selbst an, als geordnete Liste. Du siehst auf einen Blick, wer kommt, und rennst niemandem hinterher. Die Fragen im Bestätigungsformular legst du selbst fest. Das vegane Gericht klärst du trotzdem direkt mit den betroffenen Gästen, bevor die Zahl an die Küche geht – das ist ein kurzes Gespräch, kein Formularfeld.

«Vegan» ist keine Sonderbestellung, sondern ein Gericht. Schreib es so deutlich hin, wie du es am Tisch serviert haben willst.
Vegan und vegetarisch sind zwei Menüs
Vegan und vegetarisch sind nicht dasselbe, und in der Einladung sollte beides getrennt stehen. «Sonderwünsche bitte angeben» klingt für viele nach Salat und Brot – wer seit Jahren Einladungen liest, weiß das. Kommen Gäste aus mehreren Ländern, prüfe den Satz in jeder Sprachversion. Und weil die Einladung eine Webseite ist und keine PDF-Datei, kannst du diese Zeile später ändern: Tauscht das Catering das Risotto gegen ein Curry, editierst du den Text, und der Link bleibt derselbe. Niemand bekommt einen zweiten Umschlag, niemand muss eine Nachricht nachlesen. Du wählst ein Design, probierst es kostenlos aus und veröffentlichst deine Einladung für 29,99 EUR, einmalig.



