Hochzeiten
Hochzeitseinladungen: Ehrenbegleiter, keine Trauzeugen
Trauzeugen unterschreiben, Ehrenbegleiter ziehen mit. Wie ihr beide Rollen auf der Einladung trennt, welches Etikett wohin gehört – und warum der Link sich ändern lässt, Papier nicht.
Send The Joy · 6. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Ihr sitzt am Küchentisch, der Laptop ist offen, im Editor ist die Einladung halb fertig. Vier Namen sollen drauf: zwei Trauzeugen fürs Standesamt, dazu Marlene, die mit euch in den Saal einzieht, und Tobi, der die Ringe trägt. Zwei von ihnen sind also Ehrenbegleiter, keine Trauzeugen – und genau das sieht man der Einladung nicht an.
Das Problem ist nicht die Zahl, sondern das Etikett. Trauzeuge ist keine Rolle zum Anziehen, sondern eine Aufgabe mit Unterschrift. Wer nur neben euch geht, übernimmt etwas anderes – und darf auf der Einladung auch anders heißen.
Der Trauzeuge unterschreibt, der Ehrenbegleiter geht mit
Beim Standesamt, in der Schweiz Zivilstandsamt, geht es um eine Unterschrift. Wer die Urkunde mit unterschreibt, ist Trauzeugin oder Trauzeuge. Das ist ein Amt, kein Ehrenplatz. Der Ehrenbegleiter dagegen zieht mit euch ein, sitzt in der ersten Reihe und reicht im richtigen Moment die Ringe. Zwei verschiedene Rollen an einem Tag – die Einladung sollte sie nicht in denselben Topf werfen.
- Trauzeugin oder Trauzeuge: die Person, die beim Standesamt unterschreibt.
- Ehrenbegleiterin oder Ehrenbegleiter: wer mit euch einzieht, vorn sitzt und die Ringe trägt.
- Brautführer oder Brautjungfer: in Österreich und Bayern noch üblich für die Person, die neben der Braut geht.
- Einfach dabei: wer kein offizielles Amt hat und den Abend trotzdem trägt.
Ehrenbegleiter oder Trauzeuge: Das Etikett steht vor dem Namen
„Ehrenbegleiterin, Marlene“ oder „Bei uns: Tobi und Jonas“ – das Etikett nennt die Rolle, der Name nennt die Person. Nie umgekehrt, denn Gäste lesen zuerst die Funktion. Formeln wie „Trauzeuge und Ehrenbegleiter“ in einer Zeile lasst ihr besser weg: Wer das liest, fragt sich sofort, wer denn nun unterschreibt.
Die Namen der Brautleute gehören auf die Titelseite, die der Ehrenbegleiter in die Szene der Trauung, der Dank an die Trauzeugen in die letzte Szene nach dem Anstoßen. Jeder Name steht dort, wo sein Moment stattfindet. Im Editor hat jedes Etikett und jeder Name ein eigenes Feld: Aus „Ehrenjungfer“ wird „Tante“ in zwei Sekunden, ohne dass die Zeile bricht oder das Design kippt.

Der Trauzeuge unterschreibt, der Ehrenbegleiter zieht mit. Auf der Einladung brauchen die beiden zwei verschiedene Wörter.
Wenn aus zwei Trauzeugen fünf Namen werden
Zwei Ehrenjungfern, ein Brautführer und ein Trauzeuge: Nennt in der Trauung nur, wer im entscheidenden Moment dabei ist, und sammelt den Rest unter „Bei uns“. Wenn alle wichtig sind, verteilt sie auf die Szenen – eine Zeile pro Paar statt acht Namen hintereinander. Bei Doppelnamen zeigt der Zeichenzähler im Editor, ob die Zeile auf einem kleinen Handy noch hält.
Der Link lässt sich ändern, das Papier nicht
Wenn der Trauzeuge drei Wochen vorher wechselt, ändert ihr das eine Feld, und der Link bleibt derselbe. Niemand muss neue Karten drucken oder eine „neue Version“ herumschicken. Die Zusagen landen in der Einladung selbst, in einer Liste, mit den Fragen, die ihr eingestellt habt. Probiert ein Design kostenlos aus und tragt eure echten Etiketten in die Titelseite ein – dann seht ihr sofort, ob „Ehrenbegleiter“ und „Trauzeuge“ nebeneinander funktionieren. Wenn es passt, veröffentlicht ihr mit einem Klick.



