Galadinner
Gala-Dinner: Geschenk-Etikette in der Einladung
Was du zum Geschenk schreibst, wann der Anstoß ist und wie der Dresscode heißt: drei Zeilen entscheiden, ob deine Gäste bis zum letzten Tanz bleiben.
Send The Joy · 6. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Es ist 22:40, der Hauptgang ist abgeräumt. Zwei Gäste stehen auf, holen ihre Mäntel und verabschieden sich leise. Die Gala-Dinner-Einladung nannte nur den Beginn des Abends, nicht die Uhrzeit des Anstoßes, und zum Geschenk kein Wort. Die Überraschung, an der du seit Wochen arbeitest, passiert zwanzig Minuten, nachdem die beiden draußen auf den letzten Bus warten.
Das ist kein Pech, das ist eine fehlende Zeile. Ob deine Gäste bis zum letzten Tanz bleiben, hängt an drei Sätzen, die in die Einladung gehören: wann angestoßen wird, was du zum Geschenk sagst und was sie anziehen sollen. Alle drei passen in dieselbe erste Szene, die beim Öffnen des Links erscheint.
Geschenk-Etikette bei Einladungen zum Gala-Dinner: „Es gibt ein Geschenk“ nimmt die Spannung raus
Schreibst du „Es gibt ein Geschenk“, rechnet jeder Gast den Abend durch. Beim Dessert sitzt er da und überlegt, was es sein könnte, statt mit der Person neben ihm zu reden. Nenne den Moment, nicht den Gegenstand: „Nach dem Anstoß wartet eine Kleinigkeit auf euch“ sagt, wann etwas passiert, ohne zu verraten, was. Im Editor steht unter jedem Textfeld ein Zeichenzähler. Passt dein Geschenk-Satz dort nicht rein, sagst du zu viel.
- Moment statt Objekt: „eine Kleinigkeit nach dem Anstoß“ statt „es gibt ein Geschenk für alle“.
- Keine Andeutung über Wert, Größe oder Anzahl. Gäste machen daraus sofort ein Ratespiel.
- Willst du nichts, schreib es hin: „Bitte nichts mitbringen, euer Kommen reicht.“
- Halt den Satz kurz. Der Zeichenzähler zeigt dir, ob er in die Szene passt.
Ohne Uhrzeit geht der halbe Tisch vor dem Anstoß
Wer auf den letzten Zug angewiesen ist, steht auf, sobald der zweite Gang vorbei ist, also genau vor dem Anstoß. Eine Einladung, die nur „ab 20 Uhr“ sagt, lässt deine Gäste raten, wie lange sie bleiben können. Schreib den Abend in Stufen: Aperitif 20:30, Dinner 21:00, Anstoß 23:00, letzter Tanz danach. Vier Zeilen, und niemand muss dich anrufen, um zu fragen, wann es losgeht mit dem Teil, der zählt.
Und wenn sich der Anstoß um eine halbe Stunde verschiebt? Du änderst die Uhrzeit im Editor, der Link bleibt derselbe, und jeder Gast sieht die neue Version, sobald er ihn öffnet. Kein neuer Umschlag, keine Rundnachricht an vierzig Leute, keine Telefonkette am Nachmittag der Feier.

Gäste bleiben nicht wegen des Programms. Sie bleiben, weil sie wissen, wann etwas passiert.
Wenn jemand fragt „Was bringe ich mit?“, steht die Antwort schon da
Eine Zeile genügt: „nur euch selbst“ oder „eine Flasche zum Teilen“. Diese Zeile gehört direkt neben den Dresscode, in die erste Szene, die beim Öffnen erscheint. Ganz unten auf der Seite liest sie niemand mehr. Sagst du gar nichts, interpretiert es jeder anders, und du beantwortest zwanzig Nachrichten am Tag vor der Feier. Den Dresscode schreibst du aus: Abendgarderobe, Black Tie oder dunkler Anzug, ohne Abkürzung. Wer zwischen Sakko und Smoking schwankt, kommt unsicher an und setzt sich mit Blick zur Tür.
Entscheide jetzt zwei Dinge: was du zum Geschenk schreibst und wann der Anstoß ist. Den Rest hält eine Einladung, die sich aktualisiert, wenn sich der Plan ändert. 29,99 EUR, einmalige Zahlung, kein Abo. Danach ist deine Eventseite fertig zum Verschicken per Link oder QR-Code, und die Zusagen landen in einer Liste in der Einladung selbst.



