Hochzeiten
Etikette für Hochzeitseinladungen: Namen, Zeit, RSVP
Von der Anrede auf dem Umschlag bis zur Zusagefrist: die Regeln für Hochzeitseinladungen – und warum eine digitale Einladung sie leichter einhält.
Send The Joy · 29. September 2026 · 3 Min. Lesezeit

Auf dem Küchentisch liegt eine Liste mit 84 Namen, daneben ein Stapel Umschläge und der Stift, der schon nicht mehr schreibt. Bei „Familie Berger" stockst du: Sind die beiden Kinder mitgemeint? Und wer war noch einmal Jonas' Begleitung? Solche Fragen kosten einen ganzen Abend – und manchmal eine peinliche Nachricht drei Tage vor der Feier.
Wer die Etikette für Hochzeitseinladungen einmal sortiert hat, schreibt den Text an einem Abend. Die Reihenfolge hilft: erst die Namen, dann die Uhrzeit und der Ort, dann die Frist für die Zusage. Am Ende steht ein Link, der sich ändern lässt, ohne dass jemand einen neuen Umschlag bekommt. Das ist der ganze Trick.
Etikette für Hochzeitseinladungen: Namen zuerst, Deko danach
In der Einladung steht zuerst, wer gemeint ist – ausgeschrieben, ohne Rätsel. „Anna López und Marco Ruiz" ist eine Einladung. „Anna und Begleitung" ist eine offene Tür, durch die jemand spaziert, den du nicht eingeplant hast. Bei Kindern gilt dasselbe: entweder jedes Kind mit Namen oder ein klares „Nur für Erwachsene" in der Einladung selbst, nicht im Chat drei Wochen später. Der häufigste Fehler beim Text für Hochzeitseinladungen ist genau diese Abkürzung: „und Familie" sagt niemandem, ob er kommen darf.
- Jeden Erwachsenen mit Vor- und Nachnamen aufführen – keine Initialen, kein „und Familie".
- Kinder einzeln nennen oder ausdrücklich „Nur für Erwachsene" schreiben.
- Anrede nur, wenn sie zum Ton passt: „Herr" und „Frau" bei einer kleinen Feier wegzulassen ist völlig in Ordnung.
- Plätze pro Einladung angeben: „Diese Einladung gilt für zwei Personen."
Ankunftszeit, Adresse und Kleiderordnung
Schreib nicht die Zeit der Trauung, sondern die Ankunftszeit. Steht das Ja-Wort um 18 Uhr, gehört 17:30 Uhr in die Einladung – so kommt niemand an, während die Tür schon zugeht. Die Adresse gehört vollständig dazu, mit einem Link zur Karte. Kleiderordnung konkret: „Große Etikette", „Dunkler Anzug" oder „Cocktail". „Elegant" allein ist kein Hinweis, sondern ein Ratespiel.
Und wenn sich etwas verschiebt? Neue Uhrzeit, anderer Ort, Treffpunkt nach der Trauung – bei einer digitalen Einladung bleibt der Link derselbe. Du änderst Uhrzeit, Ort, Karte oder Kleiderordnung, und die Gäste sehen die aktuelle Fassung. Dazu passen bis zu sechs eigene Fotos: eines für die Startseite, die übrigen vom Paar, vom Ort oder von der Feier. Musik lässt sich ebenfalls hinterlegen, und die Vorschau zeigt sofort, wie es wirkt – ohne dass die Seite neu lädt.

Etikette heißt am Ende nichts anderes: den Gast so ansprechen, dass er weiß, ob er gemeint ist – und wann er da sein soll.
Zusage mit Datum, nicht mit Nachfragen
Setz eine Frist, die man auf den ersten Blick sieht: „Bitte bis zum 10. Mai zusagen". Schreib dazu, für wie viele Personen die Einladung gilt. Bei einer digitalen Hochzeitseinladung landen die Zusagen auf derselben Seite in einer geordneten Liste; die Fragen im Formular stellst du selbst zusammen, und niemand muss Antworten per WhatsApp einsammeln. Die Gäste brauchen dafür keine App – sie öffnen den Link im Browser und antworten vom Handy. Probier dein Design zuerst kostenlos aus, prüfe Namen, Uhrzeit und Frist und veröffentliche dann.



