Hochzeitstage
Lederhochzeit: Einladungen zum dritten Hochzeitstag
Was an drei Jahren Ehe wirklich auf die Einladung gehört: Beschriftung, Gastgeberzeile, Dresscode und Zusagefrist – und warum ein Link das Nachdrucken erspart.
Send The Joy · 3. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Auf dem Sideboard liegt noch das Gästebuch von der Hochzeit, in Leder gebunden, mit den Unterschriften von damals. Jetzt sollen dieselben Leute noch einmal kommen, und du sitzt vor einer leeren Einladung im Browser. Ganz oben ist ein Feld für die Beschriftung. Steht da jetzt „Lederhochzeit“, „Dritter Hochzeitstag“ oder beides?
Das ist kein Rätsel, sondern eine Reihenfolge: Wer einlädt, was gefeiert wird, wann und wo – und was man anzieht. Wenn diese Angaben in dieser Reihenfolge stehen, liest sich jede Einladung ruhig, egal für welches Design du dich entscheidest.
Einladungen zur Lederhochzeit: der dritte Hochzeitstag
Nach Papier und Baumwolle kommt Leder – so zählt die klassische Liste. Auf der Titelseite reicht eine der beiden Formeln: „Lederhochzeit“ oder „Dritter Hochzeitstag“. Beides übereinander wirkt wie ein Formular. Der Satz darunter setzt den Ton, und er darf konkret sein: „Vor drei Jahren haben wir unterschrieben, heute Abend feiern wir.“ Genauso wichtig: Sag, was der Abend ist. Essen und Anstoßen im Hinterhof ist etwas anderes als eine Feier mit Zeremonie, Video und Reden – niemand soll mit der falschen Erwartung anreisen.
- Leder ist das dritte Jahr: Papier war das erste, Baumwolle das zweite.
- Beschriftung: „Lederhochzeit“ oder „Dritter Hochzeitstag“ – nur eine der beiden Formeln.
- Erster Satz, der den Abend einordnet: „Vor drei Jahren unterschrieben, heute feiern wir.“
- Art des Abends benennen: Essen und Anstoßen, ab 20:30 Uhr, ohne Programm danach.
Wer einlädt, steht vor dem Datum
Die Gastgeberzeile gehört nach oben. „Ana und Diego feiern drei Jahre“ reicht, wenn das Paar selbst einlädt. Lädt die Schwester ein, steht sie zuerst: „Marta lädt euch zu drei Jahren Ana und Diego ein.“ Danach folgen Datum, Uhrzeit und Ort – mit Straße und Hausnummer, damit das Navi nicht raten muss.
Eine feste Reihenfolge nimmt alle Rückfragen raus: Wer einlädt · Was gefeiert wird · Datum und Uhrzeit · Ort. Die Zusagefrist kommt dazu, ohne Drama: „Bitte bis 5. März zusagen.“ Halt das Formular kurz – Name und Anzahl der Personen. Jedes zusätzliche Feld kostet Zusagen. Die Antworten sammeln sich in einer Liste direkt in der Einladung, du musst sie nicht aus einzelnen WhatsApp-Nachrichten zusammensuchen. Und das Ganze ist ein Link, den deine Gäste im Browser öffnen: keine App, kein Papier. Ändert sich die Uhrzeit oder der Ort, bleibt der Link derselbe und alle sehen die neue Version. Wenn die Großeltern oder die Paten etwas in der Hand halten wollen, ist die Kombination sinnvoll: ein paar gedruckte Exemplare für sie, der Link für alle anderen.

Eine Einladung muss nicht aus Papier sein, um festlich zu sein. Sie muss klar sein: wer, was, wann, wo – und was man anzieht.
Dresscode in einer Zeile
„Festlich“ und „formell“ bedeuten nicht überall dasselbe. Willst du dunklen Anzug und langes Kleid, schreib „festlich“. Willst du es lockerer, schreib „formell“ oder „Cocktail“. Ledertöne sind ein Vorschlag, keine Pflicht: Cognac, Camel, Schokolade, Burgunder. „Wir freuen uns über Erdtöne“ lädt ein, ohne dass jemand etwas kaufen muss. Und für alle, die keine Garderobe für den großen Auftritt haben, gibt es eine elegante Ausfahrt: „Komm, wie du dich wohlfühlst.“ Damit steht alles auf der Einladung: Beschriftung, Gastgeber, Datum, Ort, Zusagefrist und die eine Zeile zum Anziehen. Jetzt fehlt nur noch das Design: auswählen, gratis ausprobieren, Beschriftung, Datum, Ort und Fotos im Browser zusammensetzen. Wird später etwas anders, änderst du es im selben Link – ohne Nachdruck, ohne neue Nachricht.



