Hochzeitstage
Einladungen zur Spitzenhochzeit: 13 Jahre, ein Knoten
Spitze gehört an den Ärmel, nicht auf die Torte. Wie du die Einladung zur Spitzenhochzeit schreibst, welcher Dresscode funktioniert und warum ein Link reicht.
Send The Joy · 30. September 2026 · 3 Min. Lesezeit

Ihr feiert in diesem Jahr Spitzenhochzeit. Dreizehn Jahre Ehe, ein Tisch für acht Personen ist für halb acht bestellt, und im Gruppenchat steht die Frage, die alles entscheidet: Ist das jetzt eine Hochzeit oder ein Abendessen? Dazu die zweite Frage hinterher: Sollen wir uns schick machen?
Der Text auf der Einladung beantwortet beides, bevor die erste Zusage eintrifft. In der traditionellen Liste stehen dreizehn Jahre für Spitze. Und Spitze ist kein Hinweis für die Tischdekoration, sondern etwas, das man am Körper trägt.
Spitzenhochzeit: Spitze trägt man, sie klebt nicht auf dem Tisch
Ein einziges Spitzendetail genügt. Wenn sie ein Armband ihrer Großmutter anlegt oder er ein Einstecktuch mit Spitzenkante, ist die Tradition erfüllt. Für ein Abendessen im Restaurant um halb acht funktioniert Natur oder die Farbe des Kleides besser als reines Weiß; bei einer Erneuerung der Gelübde am Nachmittag darf es Weiß oder Elfenbein sein.
- Ein Spitzendetail pro Person reicht: Ärmelabschluss, Kragen oder ein Tuch.
- Ein Armband oder Taschentuch der Großmutter erfüllt die Tradition bereits.
- Weiß oder Elfenbein nur bei einer Erneuerung der Gelübde am Nachmittag.
- Spitze auf Servietten, Tischdecke und Torte zugleich wirkt wie eine Taufe.
Dreizehn Jahre kündigt man nicht als neue Hochzeit an
Auf der Karte stehen die Namen des Paares, „13 Jahre“ und das Jahr der Trauung. Nicht „unsere Hochzeit“: Die Gäste waren damals dabei und merken den Unterschied sofort. Steht eine Erneuerung der Gelübde an, schreibst du „Erneuerung der Gelübde“ und die Uhrzeit der Zeremonie. Gibt es nur ein Essen, schreibst du „Abendessen“ und die Uhrzeit des Aperitifs. Mischt man beides, kommen Leute zur falschen Zeit.
Ein leiser Scherz ist erlaubt („gleicher Knoten, neues Jahr“). Ein Witz über Scheidungen oder über die Rechnung des Abends nicht.

Eine Spitzenhochzeit braucht keine zweite Hochzeit im Umschlag. Sie braucht Datum, Uhrzeit und ein Detail Spitze.
Der Dresscode wird gebeten, nicht verlangt
Schreib „ein Spitzendetail ist willkommen, kein Muss“. Niemand soll für ein Abendessen Kleidung kaufen. Gib in derselben Zeile einen Ausweg dazu: „Wenn Spitze nicht deins ist, komm in Natur oder Creme.“ Diese Alternative erspart dir die Nachricht, in der jemand fragt, was er anziehen soll. Und stell den Dresscode im Text vor das Menü: Über Kleidung entscheidet man zu Hause, übers Menü entscheidet, wer einlädt.
Der Link entscheidet, nicht der Umschlag
Die Etikette verlangt kein Papier, sondern dass die Einladung rechtzeitig ankommt und verstanden wird. Ein Link auf dem Handy der Tante leistet dasselbe wie eine Karte, und die Gäste brauchen dafür keine App, nur einen Browser. Ändert sich die Uhrzeit oder das Restaurant, zeigt derselbe Link die aktuelle Version, und niemand steht vor der alten Adresse.
Schreib eine klare Frist: „Bitte bis 3. Mai zusagen.“ Die Zusagen landen in der Einladung selbst, in einer Liste. Anrufen, wenn jemand nichts sagt, musst du selbst – bei acht Leuten ist das eine kurze Runde.
Dreizehn Jahre verdienen eine Einladung, die nicht in der Schublade landet. Wähle ein Design, probier es kostenlos im Editor aus und veröffentliche den Link: 29,99 EUR, einmalige Zahlung, und die Antworten kommen von selbst aufs Handy. Wer die Karte in der Hand halten will, bekommt von dir einen Ausdruck.



