Hochzeitstage
Einladungen für Hochzeitsjubiläum und Firmenjubiläum
Eine Feier, zwei Anlässe: wie ihr das Datum festlegt, wen ihr einladet und was auf der Einladung steht, wenn Hochzeit und Betrieb zusammenfallen.
Send The Joy · 2. Oktober 2026 · 4 Min. Lesezeit

Kurz nach sieben an einem Freitagabend. Ihr habt den Laden früher geschlossen, die Stühle an die Wand geräumt und die Theke, an der ihr sonst Brot verkauft, mit einem weißen Tuch belegt. Auf dem Regal steht das Foto vom Standesamt. Zwanzig Jahre Ehe, zwölf davon mit eigener Ladentür – und jetzt soll eine Einladung zum Hochzeitsjubiläum beides unterbringen: die Ehe und den Betrieb.
Zwei Anlässe, ein Abend. Klingt einfach, bis ihr das Datum aufschreiben wollt. Denn Hochzeitstag und Firmenjubiläum fallen selten auf denselben Tag. Genau da werden die meisten Einladungen unklar – und genau da lässt sich am meisten retten.
Hochzeitsjubiläum und Firmenjubiläum: eine Feier, zwei Geschichten
Legt zuerst fest, welches Datum zählt: der Tag der Hochzeit, die Unterschrift unter den Mietvertrag oder der Tag, an dem ihr zum ersten Mal den Laden aufgeschlossen habt. Liegen sie auseinander, erklärt es in einem Satz: „Wir haben im Juni geheiratet und im Oktober unterschrieben.“ Schon ist es kein Durcheinander mehr, sondern Teil der Geschichte. Klärt dann den Ton, bevor ihr ans Design geht. Ein Essen mit langem Tisch klingt anders als ein Stehempfang im eigenen Laden. Der erste Satz der Einladung muss verraten, welcher von beiden es ist.
- Ein Satz, der beide Anlässe verbindet, vor dem Design geschrieben und von beiden abgesegnet: „Zwölf Jahre verheiratet, zehn Jahre Laden.“
- Die Namen, unter denen ihr einladet: nur ihr zwei oder ihr zwei plus Betrieb („Anna und Jonas · Bäckerei Rieger“).
- Eine Ankunftszeit und eine eigene Zeit für den Toast – die sind fast nie dieselbe.
- Zwei Fotos für den doppelten Anlass: eines vom Hochzeitstag, eines aus dem Laden am ersten Tag.
Gäste und Reden: wer kommt, wer spricht
Mischt nach Nähe, nicht nach Kategorie. Wer euch die erste Maschine verkauft hat, kann problemlos neben der Schwägerin sitzen. Unangenehm wird es nicht durch die Mischung, sondern wenn ihr fünf Lieferanten an einen Tisch setzt und das Feier nennt. Ein Satz auf der Einladung, dass Gäste aus dem Betrieb und aus der Familie kommen, erspart es jedem, den ganzen Abend zu erklären, womit ihr euer Geld verdient. Und seid vorsichtig mit Kunden, die ihr aus Pflicht einladet: Wer bei einem privaten Toast nicht wüsste, was er sagen soll, gehört eher zu einem Mittagessen in einer anderen Woche.
Bei den Reden gilt: erst die persönliche, dann die geschäftliche. Die persönliche ist kurz, neunzig Sekunden, mit einer konkreten Anekdote – der erste Auftrag, der erste Streit über ein Budget, der Abend, an dem ihr geschlossen habt und trotzdem noch Kasse gezählt habt. Danach die geschäftliche, mit Zahlen, die man laut sagen kann: wie lange ihr offen seid, wer von Anfang an im Team ist, wer als erster Stammkunde wiederkam. Will jemand aus dem Team etwas sagen, gebt ihm einen festen Platz und ein klares Limit. Zwei Minuten mit Ende wirken besser als fünf ohne.

Schreibt die eine Zeile, die beide Anlässe erklärt – der Rest der Einladung ergibt sich daraus.
Der Einladungstext, Feld für Feld
Das Feld ganz oben liest man vor euren Namen, also nutzt es. „Jubiläum“ ist richtig, „zwanzig Jahre zusammen, zwölf mit offener Ladentür“ erzählt schon etwas. Darunter eine einzige Zeile, die beide Gründe trägt, etwa „Zwölf Jahre Ehe, zwei Unterschriften und ein Tisch“. Braucht ihr zwei Sätze dafür, ist einer zu viel. Bei Ort und Zeit sagt ihr klar, dass die Feier im eigenen Laden ist, und wählt eine Uhrzeit, die zu Feierabend passt. „Ab 20:30“ verhindert, dass Gäste um sieben stehen und euch beim Aufbauen erwischen.
Was sich kurzfristig ändert
Es ändert sich fast immer dasselbe: die Uhrzeit des Toasts, der Dresscode und der genaue Name des Lokals. Schreibt den Dresscode mit Beispielen: „Anzug, aber der, den du schon hast“ heißt etwas anderes als „festlich“. Mit einer digitalen Einladung bleibt der Link derselbe – ihr ändert Uhrzeit oder Karte, und wer die Einladung schon geöffnet hat, sieht die aktuelle Fassung, ohne dass etwas neu verschickt wird. Die Rückmeldungen landen in einer Liste in der Einladung selbst, also muss niemand im Team-Chat nachzählen. Wählt das Datum, schreibt die eine Zeile, die alles erklärt, und probiert das Design kostenlos aus, bevor ihr euch entscheidet.



