Galadinner
Einladungen für das Galadinner in Zaragoza: die Etikette
Zwei Uhrzeiten, ein Dresscode in drei Wörtern und ein klarer Ort für den Empfangscocktail: So schreibt ihr die Einladung, dass niemand nachfragen muss.
Send The Joy · 3. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Es ist 21:15 Uhr, die Vorspeise steht schon auf dem Tisch, und drei Gäste stehen im Innenhof und tippen auf dem Handy. Auf der Einladung für das Galadinner in Zaragoza stand nur „21:00 Uhr“ — dazu das Wort „festlich“. Keiner weiß, ob 21:00 der Empfang oder der Beginn des Essens ist. Einer kommt im offenen Hemd, weil sich unter „festlich“ jeder etwas anderes vorstellt.
Die Etikette eines Galadiners beginnt nicht im Saal. Sie beginnt in der Nachricht, die ihr verschickt: zwei Uhrzeiten, ein Dresscode in drei Wörtern, ein Satz zum Empfangscocktail. Wer das vorher klärt, muss am Abend niemanden an die Tür schicken und keine Jacke organisieren.
Einladungen für das Galadinner in Zaragoza: zwei Zeiten statt einer
Schreibt nicht 21:00 Uhr, wenn das Dinner um 21:30 beginnt. Schreibt beides. „21:00 Uhr Empfangscocktail, 21:30 Uhr Dinner“ sagt jedem alles. Eine einzelne Uhrzeit lässt die halbe Tafel zur Tür schauen. Und verschiebt die Zeit nicht nach vorn, damit alle früher kommen — wer zwanzig Minuten zu früh da ist, steht allein an der Bar. Gibt es keinen Empfang, schreibt trotzdem den Ablauf hin: „Wir starten direkt mit dem Dinner um 21:30.“ Sonst kommt abends die Nachricht, ob man vorher essen soll.
- Zwei Angaben statt einer: „21:00 Uhr Empfang, 21:30 Uhr Dinner“.
- Die Zeit nicht künstlich vorverlegen. 21:30 bleibt 21:30.
- Den Wechsel vom Aperitif in den Saal benennen: „Um 21:20 gehen wir in den Saal“.
- Dem Empfangscocktail einen Ort geben: „im Patio, neben dem Eingang“. Sonst wartet die halbe Gästeliste am Haupttor.
Der Dresscode in drei Wörtern
„Etikette“, „Cocktail“ oder „dunkler Anzug“: Sucht eines aus und erklärt es nicht. Wer unsicher ist, nimmt „Cocktail“ — dieser Code lässt am wenigsten Kleidung ungetragen im Schrank.
Dazu ein Hinweis, der wirklich weiterhilft: „Der Vorplatz ist Kies, flache Schuhe sind besser“ oder „Steinboden im Saal, keine feinen Absätze“. Und der Dresscode bekommt ein eigenes Feld, nicht versteckt im Absatz zum Ort. Wer um 19 Uhr nachschaut, muss ihn in zwei Sekunden finden.

Eine Gala beginnt nicht mit dem ersten Glas, sondern mit der Nachricht, die den Abend ankündigt.
Was sich kurz vorher noch ändert
Wenn der Aperitif drei Tage vorher in einen anderen Raum wandert, korrigiert ihr das einmal — der Link bleibt derselbe, und die Gäste sehen die aktuelle Version. Keine neuen Karten, keine zweite Nachricht an die Gruppe. Dasselbe gilt für die Uhrzeit, den Treffpunkt vor dem Saal oder die Karte.
Jede Angabe in ihr eigenes Feld
Rubrik, Gastgeber, Datum, Uhrzeit, Ort, Satz — sechs Felder, sechs Angaben. Stehen Uhrzeit und Ort im selben Satz, liest jemand nur die Hälfte. Die Karte braucht die exakte Adresse und den Namen des Saals so, wie er am Eingang steht. „Neben dem Platz“ kostet am Ende einen Anruf.
Zum Schluss: Die Zusagen landen in der Einladung selbst, als geordnete Liste — das Restaurant bekommt eine Zahl, keinen Nachrichtenverlauf. Prüft vor dem Anruf beim Restaurant, ob Empfang, Dinner, Dresscode und Ort klar dastehen. Eine digitale Einladung kostet 29,99 EUR, einmalig und ohne Abo, und lässt sich bis zum Vortag ändern.



