Galadinner
Einladungen fürs Galadinner mit Allergien: die Checkliste
Ein Galadinner mit festem Menü verzeiht keine Improvisation. So fragst du Allergien bei der Zusage ab und gibst der Küche eine Liste, mit der sie arbeiten kann.
Send The Joy · 2. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Zehn Tage vor dem Galadinner meldet sich der Küchenchef: Er braucht die Liste. Wer kommt, wer sitzt wo, und bei wem darf keine Nuss auf den Teller. Du öffnest den Gruppenchat mit den Zusagen. Vierzig Nachrichten, dazwischen Sticker, ein Video, die Frage nach dem Parkplatz. Die Nachricht mit der Nussallergie findest du nicht mehr.
Genau dort kippt so ein Abend. Das Menü steht, der Einkauf ist gemacht, die Teller sind gesetzt. Allergien sind kein Sonderwunsch, sie gehören zur Tischordnung wie die Platzverteilung. Wer sie früh kennt, improvisiert nicht am Abend.
Einladungen fürs Galadinner mit Allergien: frag bei der Zusage
Der richtige Moment ist die Zusage. Wer bis eine Woche vorher wartet, kommt zu spät: Der Chef hat längst eingekauft, und aus dem Degustationsmenü wird Improvisation am Herd. Frag konkret und ohne Sammelbegriff: „Gibt es eine Allergie oder Unverträglichkeit, die das Menü berücksichtigen soll?“ Nicht: „Irgendwelche Diäten?“ Die erste Frage bekommt eine Antwort, die zweite verliert sich im Chat.
- Frag im Singular: eine Person, eine Allergie, eine Antwort.
- Nenn beides — Allergie und Unverträglichkeit. Damit sind Laktose und Fruktose mitgemeint.
- Kommt zurück: „Ich glaube nicht“, hak sieben Tage vor dem Dinner nach.
- Setz ein Datum: „bis 15. Mai“ funktioniert besser als „sag einfach Bescheid“.
Das Menü wird mit Namen geplant, nicht mit Zahlen
Für die Küche zählt nicht, dass jemand betroffen ist, sondern wer an welchem Tisch sitzt. „Tisch 4, keine Nüsse“ lässt sich umsetzen. „Es gibt da eine Person mit Allergie“ nicht. Notier jede Allergie mit Namen und Tisch, nicht als Summe am Ende der Liste.
Die zweite Frage betrifft die Schwere. Zöliakie ist nicht dasselbe wie „im Moment esse ich wenig Gluten“. Ein guter Küchenchef weiß das, bevor er die Alternative plant — sonst kommt ein Teller, der formal glutenfrei heißt und trotzdem Spuren trägt. Leg für jede häufige Allergie ein Ersatzgericht fest: Nüsse, Meeresfrüchte, Laktose. Eines pro Allergie, schriftlich bestätigt, nicht drei Varianten zur Auswahl am Abend.

Eine Allergie ist kein Detail am Rand des Menüs. Sie sitzt mit am Tisch.
Die digitale Einladung hält Namen und Tische zusammen
Ein Gruppenchat ist kein Gästemanagement. Die Einladung von Send The Joy ist eine eigene Webseite mit einem Link, den du teilst — per Nachricht oder als QR-Code. Die Zusagen kommen in der Einladung an, in einer Liste, nicht zwischen Sprachnachrichten. Uhrzeit, Ort oder Dresscode änderst du später, der Link bleibt derselbe: Niemand bekommt eine zweite Nachricht. Die Allergieabfrage läuft weiter über deinen eigenen Kanal, per Mail oder Direktnachricht. Danach geht eine Liste mit Name, Allergie und Tisch zehn Tage vorher an die Küche, mit der Bitte um Bestätigung. Ein Galadinner erinnert man daran, wie es den Gästen ergangen ist. Verschick die Einladung, sammle die Zusagen an einem Ort — und stell die Allergiefrage gleich bei der Zusage.



