Hochzeiten
Dresscode Come as you are: So formuliert ihr ihn
Come as you are heißt nicht, dass alles erlaubt ist. So legt ihr den Dresscode in der Einladung fest, ohne Verbote — und beantwortet die Fragen, bevor sie kommen.
Send The Joy · 4. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Zwei Wochen vor der Hochzeit ruft Lena an. Auf ihrer Einladung steht „Come as you are“. Jetzt will sie wissen, ob sie in Jeans kommen kann. Sie ist nicht die Einzige. Sobald der Dresscode offen formuliert ist, fangen die Fragen an — nicht, weil die Gäste keine Lust haben, sondern weil niemand weiß, wo die Untergrenze liegt.
Come as you are heißt nicht, dass alles erlaubt ist. Es heißt: es gibt keine Uniform. Ein Sommerkleid mit flachen Sandalen passt. Die Trainingshose vom Fitnessstudio passt nicht. Der Widerspruch kommt von der Asymmetrie. Wer den Dresscode schreibt, denkt an ein lockeres Mittagessen im Garten. Wer ihn liest, denkt an den eigenen Sonntag auf dem Sofa.
Come as you are heißt nicht „alles erlaubt“
Der Anlass setzt den Rahmen, auch ohne Dresscode. Eine Trauung um 13 Uhr auf der Wiese verträgt Leinen und Baumwolle. Ein Abendessen um 21 Uhr drinnen verlangt einen anderen Ton, auch wenn der Dresscode gleich heißt. Schreibt nur einen Satz, dann den, der zu Uhrzeit und Ort passt.
- Mittag, Garten, Wiese: Leinen, Baumwolle, flache Schuhe oder Keilabsatz.
- Abend, drinnen, langer Tisch: Hemd, Kleid oder Stoffhose.
- Am Strand: Sandalen sind in Ordnung, solange der Boden Sand ist.
- Weiß bleibt bei dem Paar, das heiratet — auch beim lockersten Dresscode.
Nennt das Minimum, nicht das Maximum
Eine Liste mit Verboten liest niemand gern. Besser ist eine Referenz: „Tageskleidung, bequem, wie für ein langes Sonntagsessen auf dem Land.“ Damit kann jede Person etwas anfangen.
Ein einziger konkreter Hinweis verankert alles andere: „Flache Schuhe oder Keilabsatz für die Wiese, eine leichte Jacke für den Abend.“ Eine Farbpalette funktioniert besser als ein Adjektiv. „Helle Töne, Leinen, Baumwolle“ versteht man sofort. „Locker, aber gepflegt“ sagt niemandem etwas.

Ein Dresscode ist keine Kleiderordnung. Er ist eine Orientierung, damit sich niemand falsch anzieht.
So schreibt ihr es in die Einladung
Ein Satz genügt: „Come as you are: Tageskleidung, bequem. Am Abend wird es kühl, bringt eine leichte Jacke mit.“ Setzt den Dresscode neben Uhrzeit und Ort, nicht ans Ende des Textes. Wer „18 Uhr, Garten“ liest, versteht den Ton, bevor die Bezeichnung überhaupt auftaucht. Gibt es zwei Teile am Abend, sagt es dazu: „Trauung draußen um 18 Uhr, danach im Haus.“
Antwortet, bevor gefragt wird
Speichert eine Antwort im Handy: „Come as you are: bequeme Tageskleidung. Ich komme im Leinenkleid und flachen Sandalen.“ Die häufigste Frage ist nur eine: Ziehe ich mich zu schlicht oder zu festlich an? Gebt ihr die erste Referenz, beantwortet sich die Frage von selbst. Und wenn sich Uhrzeit oder Ort ändern, muss die neue Fassung dort stehen, wo alle sie lesen.
Ein Come as you are funktioniert, wenn der Satz zu Ort und Uhrzeit passt. Bei Send The Joy ist die Einladung eine Webseite mit einem eigenen Feld für den Dresscode: Ihr ändert eine Zeile, der Link bleibt derselbe, und alle Gäste sehen die aktuelle Version. Eine Einladung kostet 29,99 EUR, einmalig, ohne Abo.



