Hochzeiten
Digitale Einladung LGBTQ-Hochzeit: 5 typische Fehler
Wer Namen, Pronomen und Menü in der digitalen Einladung sauber trennt, bekommt Zusagen ohne Rückfragen. Die fünf Fehler und wie ihr sie vor dem Versand behebt
Send The Joy · 25. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Es ist elf Uhr abends, ihr sitzt zu zweit am Küchentisch und der Entwurf für die digitale Einladung ist fast fertig. Dann der Blick in die Vorschau: Da steht „Herr und Frau“, dabei heißt keiner von euch so. Solche Fehler bei der digitalen Hochzeitseinladung für LGBTQ-Paare kommen selten aus Absicht. Sie kommen aus Textfeldern, die seit Jahren dieselben sind. Eine digitale Einladung könnt ihr heute noch im Katalog auswählen, im Browser anpassen und verschicken.
Die meisten dieser Fehler stecken an drei Stellen: beim Namen, bei den Pronomen und beim Menü. Wer sie vor dem Versand prüft, spart sich Rückfragen, die niemand führen will – und die Gäste wissen sofort, woran sie sind. Hier sind die fünf, die am häufigsten durchrutschen.
Digitale Einladung erstellen: der erste Fehler ist der Name
Der häufigste Griff daneben: Ins Namensfeld kommt der Name vom Personalausweis. Wenn ihr im Büro Alex seid und zu Hause Carol, dann steht in der Einladung Alex und Carol. Nicht Alexander, nicht Carolina. Und „Herr und Frau“ lebt in halben Vorlagen weiter. Bei zwei Männern oder zwei Frauen fällt das sofort auf. Schreibt „Das Brautpaar“, „Die Brautleute“ oder einfach eure beiden Namen ohne Anrede.
- Die Namen so eintragen, wie ihr sie wirklich benutzt – nicht wie sie im Ausweis stehen.
- Eine Rubrik wählen, die für jedes Paar funktioniert: „Das Brautpaar“, „Die Brautleute“ oder die beiden Namen ohne Anrede.
- Ein Feld pro Angabe: Rubrik, Name A, Name B. Stehen beide Namen in einer Zeile, rutscht einer immer nach hinten, wird kleiner oder abgeschnitten.
- In der Vorschau prüfen, ob beide Namen gleich groß und komplett zu lesen sind – auf dem Handy, nicht am Laptop.
Pronomen gehören nicht in ein Dropdown
Fragt ihr das Pronomen nur bei dem Gast, bei dem es euch unklar erscheint, zeigt ihr mit dem Finger auf ihn. Wenn ihr fragt, dann alle: die Großmutter, den Kollegen, euch selbst. Und leitet das Pronomen nie vom Namen ab – Andrea kann er, sie oder ein anderes Pronomen sein. Eine Anrede wie „liebe Familie“ fällt genau dann auf, wenn sie nicht stimmt.
Im Bestätigungsformular funktioniert eine offene Frage besser als zwei Kästchen: „Wie sollen wir euch nennen?“ Da passt jede Antwort hinein, auch die, an die ihr nicht gedacht habt.
Digitale Einladungen ändern, ohne sie neu zu verschicken
Eine Uhrzeit verschiebt sich, das Lokal wechselt, der Dresscode fällt weg – passiert ständig. Bei einer digitalen Einladung ändert ihr den Text, speichert, und der Link bleibt derselbe. Niemand muss einen Umschlag neu aufmachen, niemand bekommt eine zweite Nachricht. Für die Gäste braucht es keine App: Sie öffnen den Link im Browser und bestätigen am Handy.

Namen, Pronomen, Menü: Wenn diese drei Stellen stimmen, muss niemand mehr nachfragen.
Das Menü, das sich nicht selbst erklärt
„Menü Dame, Menü Herr“ hält sich erstaunlich lange. Benennt stattdessen die Gerichte: „Menü am Abend“, „Vegetarisch“, „Glutenfrei“. Und ein Kindertisch heißt besser „Menü für die Kleinen“ – es gibt Erwachsene, die wenig essen, und Familien mit drei Kindern, die nicht alle dasselbe wollen. Zum Schluss lest ihr den Link einmal auf dem Handy, so wie es eure Tante im Ausland tun würde: Versteht sie Namen, Pronomen und Menü, ist die Einladung fertig. Sie kostet 29,99 EUR, einmalig, und bleibt nach dem Versenden bearbeitbar.



