Hochzeiten
Digitale Einladung Hochzeit: selber machen, ohne Nachschicken
Digitale Einladung: Word und Canva fangen gratis an und hören an der ersten Zeitänderung auf. Wie eine digitale Einladung zur Hochzeit aussieht, die sich per Link aktualisiert
Send The Joy · 26. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Freitagabend, kurz vor zehn. Auf dem Küchentisch liegt ein Word-Dokument mit zwei Spalten, daneben das Handy mit einem Dutzend ungelesener Nachrichten aus der Hochzeitsgruppe. Deine Tante hat die Einladung geöffnet und schreibt: „Bei mir steht die Uhrzeit über dem Foto.“ An dieser Stelle fängt das Problem an, und kein Textprogramm löst es. Eine digitale Einladung zur Hochzeit ist keine Datei, die du herumschickst, sondern eine Seite mit einem Link – du kannst sie heute noch im Katalog auswählen, anpassen und verschicken.
Der Unterschied liegt selten am Design. Er liegt daran, wer die aktuelle Version hat, wer zu- oder absagt und wie oft du dieselbe Information nachliefern musst. Drei Wege, die alle kostenlos anfangen – und an unterschiedlichen Stellen damit aufhören.
Word: gratis bis zur ersten Zeitänderung
Word kostet nichts, solange sich nichts ändert. Zwei Spalten, ein Foto, ein PDF – für den ersten Versand reicht das. Sobald eine Uhrzeit, ein Ort oder der Dresscode nachzieht, beginnt Handarbeit.
- Ein Word-Dokument mit zwei Spalten und einem Foto sieht auf deinem Laptop ordentlich aus und rutscht auf dem Handy deiner Tante auseinander: Das Problem sind nicht die Ränder, sondern die Bildschirmbreite.
- Verschiebt sich die Trauung von 13:00 auf 12:30 Uhr, exportierst du ein neues PDF und schickst es in die Gruppe. Wer die alte Datei geöffnet hat, behält die alte Uhrzeit.
- Zusagen verteilen sich auf WhatsApp, Anrufe und eine Sprachnachricht: Es gibt keine gemeinsame Liste, und wer mit Begleitung kommt, steht nirgends.
- Nach der dritten Version heißt die Datei Einladung_final_neu(2). Und du erklärst am Telefon, welcher Stand jetzt gilt.
Canva: die Vorlage wirkt gratis, der Export kostet
Die Vorlage mit dem Kranz sieht gut aus, bis das Blumenornament in der Ecke als „Premium“ markiert ist. Du tauschst drei Texte, und plötzlich ist es nicht mehr das Design, das du ausgesucht hast. Dazu kommt das Format: 1080 × 1920 ist für Stories gebaut, nicht für eine Einladung.
Für eine E-Mail oder das Tablet eines Gastes baust du also halb neu. Und Zusagen sammelt Canva nicht: Der Einladungslink und die Antworten liegen an zwei Orten, zusammengeführt werden sie von dir, von Hand, abends.

Eine Einladung ist kein Dokument, das du verschickst, sondern ein Link, der aktuell bleibt.
Digitale Einladungen, die du ohne erneutes Versenden änderst
Eine Seite, die nur zu eurer Feier gehört: Du teilst sie per Link, QR-Code oder Nachricht, sie öffnet sich in jedem Browser, ohne App. Verschiebt sich die Trauung von 13:00 auf 12:30 Uhr, bleibt der Link derselbe – wer ihn öffnet, sieht die neue Zeit, ohne dass du ein PDF nachschickst. Die Zusagen landen in einer Liste in derselben Einladung, mit den Fragen, die du eingestellt hast. Probier das Design im Testmodus aus und bearbeite das Titelbild kostenlos: bezahlt wird erst, wenn du die Szenen freischaltest – 29,99 Euro, einmalig, ohne Abo.
Digitale Einladung zur Hochzeit erstellen: die Daten vor dem Editor
Bevor du ein Design auswählst, schreib die Angaben auf, die nicht fehlen dürfen: Uhrzeit der Trauung und des Aperitifs in Ziffern, nicht als „vormittags“; die vollständige Adresse mit einem Kartenlink, den du vorher auf einem fremden Handy geöffnet hast; der Dresscode in drei Worten; ein Titelfoto, das euch zeigt und nicht das teuerste der sechs; und eine Zeile, die noch auf einen Handybildschirm passt. Im Editor gibt es dafür ein Feld pro Angabe – Überschrift, Namen, Datum, ein Satz, Ort – mit Zeichenzähler, damit der schöne Satz nicht abgeschnitten wird. Dazu bis zu sechs eigene Fotos, die sich selbst in den Rahmen setzen, ein Titelbild, das du später tauschst, Musik und eine Vorschau, die sich ohne Neuladen aktualisiert.



