Halloween
Digitale Einladung: Vintage-Horror für Halloween
Digitale Einladung: Auf dem Nachttisch im Hotel liegt ein Zettel: „21:30, Salon neben der Bar“. Eine digitale Einladung im Vintage-Horror-Look zeigt Zeit, Saal und Plan
Send The Joy · 17. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Im Hotelfoyer brennt noch Licht, hinter dem Empfang liegt ein Stapel Zettel, und auf dem Nachttisch steht handgeschrieben: „Samstag, 21:30, Salon neben der Bar“. So sieht eine Halloween-Party im Hotel aus, wenn die Einladung fehlt: Jeder Gast fragt am Abend noch einmal nach Zeit, Saal und Garderobe. Der Vintage-Horror-Trend bei digitalen Halloween-Einladungen macht daraus eine Seite, die man öffnet wie ein Kinoplakat von 1955. Eine digitale Einladung ist im Katalog in einem Nachmittag gebaut, mit euren Texten und euren Fotos – und heute noch verschickt.
Der Look ist keine Kostümierung, sondern eine Reihenfolge: erst die Schrift für den Anlass, dann die für die Daten, dann drei Farben, dann ein Foto. Wer sie einhält, braucht keine Designkenntnisse. Wer sie umgeht, klebt fünf Schriften auf eine Karte und bekommt ein Wartezimmer statt eines Abends mit Kerzen.
Digitale Einladung: das 21:30-Schild gibt den Ton an
Die Uhrzeit gehört in denselben Block wie der Name des Abends. „Abendessen um 21:30“ in einer schrägen Schreibschrift, der Rest in schmalen Großbuchstaben – genau der Aufbau eines Kinoplakats. Steht die Feier in einem Hotel, kommen Adresse und Plan in dieselbe Szene: Niemand soll im Foyer raten, hinter welcher Tür der Tisch mit den Kerzen steht. Der Dresscode passt in eine Zeile: „Dunkler Anzug, das Haus stellt die Kerzen.“
- Eine Schreibschrift aus den 50ern nur für den Namen des Abends, eine schmale Grotesk für Zeit, Datum und Ort.
- Höchstens drei Farben: gebranntes Orange, Kerzencreme, Schwarz. Elektrisches Violett und Neongrün brechen den Look sofort.
- Die Uhrzeit so hinschreiben, wie ihr sie aussprecht: „Abendessen um 21:30“.
- Ein dunkles Titelbild – Portal mit Kürbissen, Tisch mit Kerzen – und alle weiteren Fotos als Dekoration.
Vintage-Horror-Trends: warum die Typografie der 50er zurückkommt
Die Mischung, die trägt: eine feine Schreibschrift für den Namen, eine schmale Grotesk für die Daten in engen Großbuchstaben, dazu eine Palette aus drei Farben. Der Vintage-Effekt kommt aus Körnung und abgestoßenem Rand, nicht aus der Menge an Schriften. Ein Kinoplakat von 1955 hatte auch nicht mehr Material als eine Schrift und ein Foto.
Was den Effekt sofort kaputt macht: Violett und Neongrün, fünf verschiedene Schriften und ein Hochglanzfoto vom letzten Jahr. Fotografiert das Portal mit Kürbissen im Halbdunkel, dann reicht der Rest als Satz. Und wenn die Feier im Hotel spielt: ein Bild vom Eingang, eines vom gedeckten Tisch, mehr braucht die Szene nicht.

Ein Halloween-Look ist kein Gruselkabinett, sondern ein Kinoplakat: eine Schrift für den Namen, eine für die Uhrzeit.
Wie erstelle ich eine digitale Einladung für die Hotel-Party?
Die Einladung ist eine eigene Webseite, kein PDF: Ihr teilt einen Link oder einen QR-Code, die Gäste öffnen ihn im Browser und bestätigen direkt auf der Seite – ohne App. Die Antworten landen in einer Liste in der Einladung selbst, ihr müsst ihnen nicht hinterhertelefonieren. Ändert sich der Salon oder die Uhrzeit, bearbeitet ihr den Text, und der Link bleibt derselbe; niemand bekommt eine zweite Nachricht. Beim Ankommen hilft der Blick aufs Handy: Fassade mit Kürbissen, Plan, Saal. Wer allein kommt, weiß schon vor dem Taxi, wohin.



