Hochzeiten
Boho-Hochzeitseinladungen: Ideen für euren Stil
Terrakotta, Leinen und ein Kalkbogen: So baut ihr eure Boho Hochzeitseinladung auf – und entscheidet, ob sie gedruckt wird oder als Link lebt.
Send The Joy · 29. September 2026 · 3 Min. Lesezeit

Es ist Donnerstagabend. Auf dem Küchentisch liegen drei Stoffproben, daneben der Laptop mit einer offenen Vorlage. Terrakotta wirkt auf dem einen Foto warm, auf dem nächsten staubig. Genau hier entscheidet sich, ob eure Boho-Hochzeitseinladungen nach euch aussehen oder nach einem Katalog.
Ihr braucht dafür keine Grafikerfahrung. Vier Farben, zwei Texturen, zwei Schriften und ein paar Szenen reichen. Alles andere ist Reihenfolge.
Boho-Hochzeitseinladungen: erst die Palette, dann die Blumen
Legt die Farben fest, bevor ihr über Blumen nachdenkt. Vier Töne genügen: Terrakotta, Sand, Salbei und ein gebrochenes Weiß. Mit einem fünften Ton sieht die Einladung schnell aus wie ein Farbfächer. Prüft den Ton außerdem auf einem kleinen Display. Das Terrakotta, das am Laptop warm wirkt, kann auf dem Handy in der prallen Sonne verblassen.
- Vier Töne reichen: Terrakotta, Sand, Salbei und ein gebrochenes Weiß.
- Den Farbton am Laptop und am Handy vergleichen, am besten draußen im Licht.
- Im Editor markiert ihr, welches Foto das Cover ist – und tauscht es später aus.
- Bis zu 6 eigene Fotos hochladen; sie werden automatisch im Rahmen ausgerichtet.
Texturen und Schrift, die man benennen kann
Nennt die Texturen beim Namen, statt „Boho“ in die Überschrift zu schreiben. Geknittertes Leinen, Rafia, Olivenholz, Makramee, Pampasgras: nehmt zwei davon und macht sie zum Thema. Nicht als lose Deko, sondern als roten Faden durch die ganze Einladung. Wenn ihr kein Leinenfoto habt, tut es das Bild der langen Tafel im Hof.
Bei der Schrift gilt: Kalligrafie nur für die Namen. Uhrzeit, Ort und Dresscode stehen in einer klaren serifenlosen Schrift. Eine Schreibschrift über einen ganzen Absatz liest niemand zu Ende. Der Zeichenzähler im Editor warnt euch, bevor ein Name mit zwei Nachnamen und einem gezeichneten Zweig zu lang wird. Schreibt das Datum so, wie ihr es laut sagen würdet: „Samstag, 14. Juni, 19 Uhr“. Und haltet die kurze Zeile kurz: „Wir heiraten“ wirkt besser als ein Satz mit dreißig Wörtern.

Vier Farben, zwei Texturen und eine kurze Zeile sagen mehr über eure Hochzeit als das Wort Boho.
Szenen, die die Hochzeit erzählen, statt sie nur anzukündigen
Teilt die Einladung in Momente, die aufeinander folgen: die kalkweiße Schwelle, die Erinnerung an den Hof, der Bogen der Versprechen, das lange Abendessen, der letzte Tanz. Jede Szene bekommt eigene Texte und eigene Fotos. So geht der Gast durch die Hochzeit, statt einen einzigen Block mit Daten zu lesen. Und wenn das Essen eine halbe Stunde später beginnt, ändert ihr die Szene – der Link bleibt derselbe.
Vom Umschlag zum Link: was sich beim RSVP ändert
Zusagen landen in der Einladung selbst, in einer geordneten Liste. Welche Fragen im Formular auftauchen, legt ihr vorher fest. Niemand muss Antworten einzeln per WhatsApp nachfragen. Der Gast öffnet den Link in jedem Browser und antwortet vom Handy, ohne etwas zu installieren. Ändert sich die Uhrzeit, der Ort oder der Dresscode, sehen alle die aktuelle Fassung, ohne dass jemand etwas nachschickt.
Bevor ihr euch auf ein Design festlegt, probiert das Cover kostenlos im Editor aus und schaut, wie das Terrakotta auf dem Handy wirkt. Wenn es passt, veröffentlicht ihr den Link und die Zusagen kommen von allein an. Wer trotzdem Papier möchte, kombiniert: ein Link für alle und ein paar Ausdrucke für die Schublade.



