Baby shower
Baby-Shower-Geschenkeliste: Etikette für die Einladung
Wie du die Geschenkeliste für den Baby-Shower nennst, ohne zu fordern: der richtige Satz, die passende Windelgröße und der Ort, an dem die Liste hingehört.
Send The Joy · 5. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Deine Freundin schickt dir einen Screenshot: die Geschenkeliste für den Baby-Shower im Browser, ein Warenkorb voller Bodys, und darunter die Frage: „Wie schreibe ich das in die Einladung, ohne dass es wie eine Rechnung aussieht?“ Genau an dieser Zeile scheitern viele Baby-Shower-Einladungen. Nicht am Design, nicht am Termin.
Drei Sätze reichen. Einer sagt, dass die Gäste das Wichtigste sind. Einer nennt die Liste, aber nur als Möglichkeit. Einer nennt die Windelgröße, falls jemand nachfragt. Alles andere ist Etikette – und die ist hier weniger kompliziert, als sie klingt.
Baby-Shower-Geschenkeliste: nicht fordern, sondern findbar machen
Schreib nie „Geschenke mitbringen“ und erst recht nicht „Geschenke sind Pflicht“. Die Formel, die funktioniert: „Deine Anwesenheit ist das schönste Geschenk. Wenn du uns etwas mitbringen möchtest, hier ist eine Liste.“ Den Verweis auf den Shop – Amazon, Babylist oder der Laden um die Ecke – setzt du in den letzten Satz, nicht auf die Titelseite. Wer schenken möchte, findet ihn. Wer nicht, muss nicht darüber hinweglesen.
- Nicht „Geschenke mitbringen“, sondern: „Wenn du uns etwas schenken möchtest, hier ist eine Liste.“
- Bei Windeln eine konkrete Größe nennen: „eine Packung Größe 1 oder 2“ statt nur „Windeln“.
- Der Verweis auf die Liste steht genau einmal, im letzten Satz der Einladung.
- Kein Wort über Beträge, Bargeld oder „hochwertige“ Geschenke.
Der Satz, der nicht nach Rechnung klingt
Der Unterschied liegt im Modus. „Wenn du möchtest“ ist ein Angebot. „Bitte bring mit“ ist eine Aufforderung. Gäste hören diesen Unterschied sofort, auch wenn sie ihn nicht benennen können. Der Konditional nimmt den Druck raus, ohne die Information zu verschweigen – und er trägt auch dann, wenn du die Liste nur einmal nennst.
Nenn die Liste genau einmal. Taucht sie in jeder Szene der Einladung auf, wird aus der Feier ein Katalog. Und halt die Zusagen getrennt vom Geschenk: Die Rückmeldungen kommen in der Einladung an, die Liste gehört woanders hin. Über Geld sprichst du gar nicht – keine Beträge, keine Preisklassen, kein „ab 30 Euro“.

Eine Geschenkeliste ist eine Hilfe, kein Eintrittspreis.
Windeln: konkret fragen, nicht allgemein
Windeln sind das praktischste Geschenk, weil sie immer gebraucht werden. Frag deshalb konkret: „Wenn du uns unterstützen möchtest, freuen wir uns über Windeln in Größe 1 und 2.“ Nenn eine Marke, wenn dir eine wichtig ist, oder lass die Wahl offen. So landen nicht zwanzig Packungen Neugeborenengröße im Regal, aus denen das Baby in ein paar Wochen herausgewachsen ist.
Etikette-Fehler, die sich leicht vermeiden lassen
Zwei Dinge noch. Schreib keine Bankdaten und keine Bitte um Bargeld in die Einladung – wer fragt, bekommt die Antwort privat. Und hake nicht per WhatsApp nach, wenn jemand nichts gekauft hat. Eine Liste ist ein Vorschlag, keine Schuld. Mit einer digitalen Einladung bleibt der Satz zur Liste außerdem änderbar: Du ergänzt eine Größe oder wechselst den Shop, passt den Text an, und derselbe Link zeigt danach die aktuelle Fassung – ohne Nachdrucken, ohne zweiten Versand. Wenn du eine Einladung suchst, in der dieser Satz genau da steht, wo er hingehört, fang beim Design an.



