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Adoptionsfeier: Einladungen für ein älteres Kind
Ein Kind von neun Jahren kommt nicht als Baby zu euch. Wie ihr eine Adoptionsfeier plant, die seine Geschichte kennt – mit Motto, Foto und Rückmeldungen, die zusammenpassen.
Send The Joy · 4. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Milan ist neun. Die Papiere sind unterschrieben, sein Zimmer steht seit März leer, und dann kommt diese Frage, die niemand so richtig beantwortet: Feiern wir das überhaupt? Und wenn ja, wie lädt man zu einer Adoptionsfeier ein, wenn das Kind längst kein Baby mehr ist?
Ein Baby Shower passt nicht. Er ist nicht als Baby zu euch gekommen, sondern mit neun Jahren, mit einer Vorgeschichte, die ihr nicht wegwischen müsst, mit Lieblingsessen und mit einer eigenen Meinung dazu, wer dabei sein soll – und ob er überhaupt gefeiert werden will. Genau da fängt die Planung an. Nicht bei den Luftballons.
Adoptionsfeier statt Baby Shower: der Ausgangspunkt
Fragt ihn zuerst. Nicht die Tanten, nicht die Kolleginnen – ihn. Manche Kinder wollen zwanzig Leute und Kuchen, manche wollen drei Freunde und Pizza auf dem Sofa. Danach richtet sich der Rest: Motto, Uhrzeit, Ort. Wenn er Dinosaurier mag, darf ein T-Rex auf die Karte. Ein Teddy wäre eine Entscheidung über seinen Kopf hinweg.
- Ein Motto aus seinen Interessen: Dinosaurier, Zeichnen, Fußball, eine Band.
- Keine Rosa-Hellblau-Regel und keine Wiegenmotive, wenn er sie albern findet.
- Ihn bei Schrift, Farbe und Titelfoto mitentscheiden lassen.
- Auf der Einladung steht sein voller Name: Milan Weber, nicht „unser Kleiner“.
Der Text auf der Einladung: feiern, ohne zu verniedlichen
Auf der Karte steht nicht „Willkommen, Baby“. Da steht: „Wir feiern, dass Milan bei uns angekommen ist.“ Oder: „Milan gehört jetzt offiziell zu uns, kommt am Samstag.“ Kurze Sätze, sein Name, kein Kosename, den sonst nur ihr zu Hause benutzt. Wenn er nicht möchte, dass sein Alter auf der Karte steht, dann steht es nicht drauf.
Nehmt ein Foto von diesem Jahr. Wenn er neun ist und das Bild von vor fünf Jahren nicht mehr mag, sucht gemeinsam ein anderes aus. Kein Bild von damals, wenn es ihn heute traurig macht. Er sucht sich eines aus – und darum geht es an diesem Tag eigentlich.
Wann gefeiert wird und wer dabei ist
Legt die Zeit um seinen Tagesablauf: Wenn er um halb neun im Bett liegt, passt ein Mittagessen um 13 Uhr besser als ein Abendessen. Beim Ort gilt dasselbe – Küche, Hof, ein Park mit Tisch. Zuhause kommt sein Lieblingsessen auf den Tisch, nicht nur Kuchen. Und fragt ihn, wen er einladen will: Die Liste ist manchmal kürzer, als die Verwandtschaft hofft. Plant fünf Minuten ein, in denen er zeigen kann, was er will – ein Bild, ein Lied, einen Satz.

Feiern heißt hier nicht „endlich ist das Baby da“, sondern: Du gehörst dazu, mit allem, was du mitbringst.
Die Einladung selbst: eigene Seite, eigener Link
Bei Send The Joy ist die Einladung eine eigene Webseite für euren Tag, kein PDF. Ihr wählt ein Design, probiert die Titelseite kostenlos und gestaltet dann alles im Browser: Texte, bis zu sechs eigene Fotos, Musik und die Fragen für die Rückmeldung. Der Ablauf besteht aus Szenen, die nacheinander aufgehen. Verschiebt sich der Termin, weil das Verfahren länger dauert, ändert ihr Datum und Uhrzeit im Editor – derselbe Link zeigt den Gästen die neue Fassung. Eine Einladung kostet 29,99 €, einmalig, ohne Abo. Die Gäste brauchen nur ein Handy und eine Verbindung, keine App.
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